Es muss nicht immer vor dem Kadi enden

(djd). Nachbarschaftsstreitigkeiten sind bei Gerichtsshows das Salz in der Suppe. Je skurriler die Fälle, desto besser. Erst kürzlich hatten Richter mit folgendem Fall zu kämpfen: Herr A sitzt gemütlich auf dem Balkon, als sich auf einmal eine Ladung Wasser auf seinen Kopf und den Laptop ergießt. Der Dame in der oberen Wohnung war der Boden des Balkons zu heiß geworden, deshalb hatte sie ihn mit reichlich Wasser gekühlt. Dieser Vorfall brachte das Fass zum Überlaufen. Denn regelmäßig kommt es zwischen den Nachbarn zu Streitereien: Sie stört sich an seinem Rauchen, er an ihrer lauten Volksmusik. Als sich die Nachbarin schließlich weigert, den Schaden am PC zu übernehmen, sieht der Mann keine andere Möglichkeit, als die Nachbarin auf Unterlassung und Schadenersatz zu verklagen.

Mediation als Alternative zum Gerichtsverfahren

Nicht jeder Ärger mit dem Nachbarn muss vor dem Richter enden. Die Alternative ist die Mediation. Bei dem Verfahren legen die Parteien den Streit in gemeinsamen Gesprächen unbürokratisch bei. Der Mediator selbst ergreift keine Partei, er darf keine Sympathie oder Antipathie erkennen lassen und sollte sich auch mit Lösungsvorschlägen zurückhalten. Die sich gegenüberstehenden Parteien werden in die Lage versetzt, die gemeinsame Lösung des Konflikts mit fachkundiger Hilfe des Mediators zu erarbeiten. Mediatoren arbeiten gegen Honorar. Bei der Auswahl einer Rechtsschutzversicherung sollte man deshalb darauf achten, dass auch Kosten für den Mediator übernommen werden. Das ist beispielsweise bei vielen Produkten der Roland Rechtsschutz-Versicherungs-AG der Fall – wie dem „Kompakt“- oder „KompaktPlus“-Rechtsschutz.

Bundesbürger bewerten Mediation positiv

Wie skeptisch die Bundesbürger gegenüber Gerichtsverfahren sind, verdeutlicht eine Umfrage, die Roland in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt hat. 74 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass Gerichtsverfahren zu lange dauern. Und nur 27 Prozent glauben, dass jeder Bürger vor dem Gesetz gleich ist. Im Gegenzug dazu glauben 48 Prozent, dass man mittels Mediation viele Streitigkeiten beilegen kann.

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