Es ist angerichtet – Fachhochschule Lübeck arbeitet erstes Teilprojekt für baltfood ab

Zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelindustrie in der Ostseeregion, haben sich unter Federführung der Wirtschaftsförderung Lübeck insgesamt 13 Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung aus sechs Ländern des gesamten Ostseeraums zusammengeschlossen. „baltfood“ – so nennt sich diese internationale Kooperation- ist ein Netzwerk aus Hochschulen und der Ernährungsindustrie aus Finnland, Dänemark, Litauen, Polen, Schweden und Deutschland. Innerhalb der operativen Projektlaufzeit finden diverse Aktivitäten in den Schwerpunktbereichen Wissenschaft (baltscience), Wirtschaft (baltbusiness) und Region (baltregion) statt.
Unter den deutschen Netzwerkpartnern ist die Fachhochschule Lübeck mit zwei Arbeitspaketen im Bereich ‚baltscience‘ zu finden. Dabei handelt es sich um die Bereiche Technologietransfer sowie um länderübergreifende Qualifizierung.

Mit der Entwicklung des ersten transnationalen E-learning Kurses für die Lebensmittelindustrie nimmt das durch den europäischen Fonds für regionale Entwicklung geförderte Projekt „baltfood“ eine Vorreiterrolle ein. Damit konnte der Grundstein für eine umfassende virtuelle Lernplattform für die Lebensmittelindustrie gelegt werden.
“Gesunde Convenienceprodukte“ so das Thema des ersten Kurses, wurde von allen Teilnehmenden gleichermaßen als zukunftsweisend definiert und für das computergestützte Lernen als umsetzbar erachtet.
Über 60 Interessierte aus allen beteiligten Ländern nahmen an dem ersten Pilotkurs teil, der nach fünf Wochen jetzt im Juni offiziell beendet werden konnte. Inhaltlich ging es dabei um Vorüberlegungen und Ideenentwicklung bis hin zur Markteinführung eines “Healthy to Go” Produktes. Die Teilnehmenden erfuhren im regen virtuellen Austausch viel über die jeweiligen nationalen lebensmittelrechtlichen Vorgaben, über Konsumgewohnheiten und –vorlieben im Conveniencesegment anderer Länder.

Diesen erfolgreichen Abschluss des von der Fachhochschule Lübeck technisch umgesetzten Pilotkurses nehmen die Projektakteure zum Anlass, um die Kursinhalte und die Methodik der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zeitgleich werden die Ergebnisse in Kopenhagen, Kaunas, Turku, Lublin und Lübeck in einer Videokonferenz präsentiert.
Weiterer Höhepunkt der Veranstaltung wird die Unterzeichnung einer Willensbekundung durch die anwesenden Repräsentanten der Gebietskörperschaften und Staatsvertretungen aus den sechs beteiligten Ländern sein. Für das Land Schleswig-Holstein zeichnet Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen, Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr, die ab 14.00 Uhr zu Gast an der Fachhochschule Lübeck ist. “Die ‘baltfood academy’ ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit im Ostseeraum auf dem Gebiet der Qualifizierung. Es ist ein Projekt, das wir gerne unterstützen”, so Andreßen. Björn P. Jacobsen, der als Leadpartner für das baltfood Projekt verantwortlich zeichnet, dankt für diese Unterstützung und blickt optimistisch in die Zukunft: ”Die gemeinschaftliche Unterzeichnung der Absichtserklärung betont den grenzübergreifenden Charakter unseres Projektes. Wir werten dies als ein deutliches und positives Signal seitens der regionalen administrativen Ebenen, das baltfood Netzwerk und insbesondere die baltfood academy tatkräftig zu unterstützen.”

Der Online Kurs “Healthy to Go – Gesunde Convenienceprodukte” bildet den Grundstein für eine virtuelle “baltfood academy”, deren Lernangebot auf die Bedürfnisse der Ernährungswirtschaft im Ostseeraum zugeschnitten ist. Es ist geplant, die im Rahmen des Projektes geschaffene E-learning Plattform nun um weitere Kursangebote zu ergänzen. Der nächste Kurs “Healthy to Go” wird im Herbst 2010 an der Fachhochschule Lübeck an den Start gehen.
(idw, 06/2010)

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