Erwin-Deutsch-Preis für Prof. Dr. Barbara Zieger vom Universitätsklinikum Freiburg

Die Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) hat anlässlich ihrer 55. Jahrestagung den Erwin-Deutsch-Preis an Prof. Dr. Barbara Zieger vom Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Freiburg vergeben. Den mit 85.000 Euro dotierten Preis erhielt Prof. Zieger für ihre Untersuchungen der Septinexpression und -funktion sowie ihrer Untersuchungen zum erworbenen Von Willebrand Syndrom bei Patienten mit Herzunterstützungsystemen (Ventricular assist device – VAD).

Septine sind eine noch relativ neue Familie GTP-bindender Proteine. Sie spielen eine Rolle bei Zellteilung (z. B. bei Leukämie), aber auch bei Sekretionsvorgängen (z. B. in Neuronen an Synapsen) und sind auf diese Weise in Krankheiten wie Morbus Parkinson und Alzheimer involviert. Die Arbeitsgruppe von Prof. Barbara Zieger wies nach, dass Septine in die Thrombozytensekretion (Thrombozytenfunktion) involviert sind. Ziel dieses Projektes ist, die Funktion und Expression der Septine weiter zu bestimmen.

Das Von Willebrand Syndrom (VWS) ist die häufigste vererbbare Bluterkrankheit, von der Männer und Frauen in allen Ländern betroffen sind. Neben der vererbten Form werden zunehmend auch PatientInnen mit einem erworbenen VWS diagnostiziert. Während der letzten Jahre haben die Arbeitsgruppe Prof. Friedhelm Beyersdorf, Dr. Claudia Heilmann, Dr. Ulrich Geisen und Prof. Barbara Zieger die Ursache vermehrter Blutungssymptome bei Patienten mit VAD (ventricular assist device) untersucht und ein erworbenes Von Willebrand Syndrom als eine Ursache identifiziert. Sobald das VAD entfernt wird, verschwindet das erworbene Von Willebrand Syndrom.

Kontakt:
Prof. Dr. Barbara Zieger
Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin,
Universitätsklinikum Freiburg
Tel.: 0761 270-43000
Fax: 0761 270-45820
E-Mail: barbara.zieger@uniklinik-freiburg.de

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