Erwin Böttinger wird neuer Vorstandsvorsitzender des Berliner Instituts für Gesun

Seit 2004 ist Erwin Böttinger an der Icahn School tätig. Seit 2007 leitet er dort als Direktor das Charles Bronfman Institut für personalisierte Medizin. „Wir freuen uns sehr, mit Herrn Böttinger einen fachlich so ausgezeichneten und international erfahrenen Kollegen für die anspruchsvolle Aufgabe am BIG gefunden zu haben“, sagt Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Vorsitzender der Findungskommission. „Ich bin sicher, dass er der Gesundheitsforschung nicht nur in Berlin, sondern bundesweit und international wichtige Impulse in einem überaus zukunftsträchtigen Feld geben wird.“
Erwin Böttinger ist 1987 nach dem Abschluss des Medizinstudiums an der Universität Erlangen-Nürnberg in die USA gegangen. Dort war er unter anderem am Massachusetts General Hospital, der Harvard Medical School sowie am National Cancer Institute in Bethesda als Forscher tätig. Von 2000 bis 2004 leitete er das Zentrum für Biotechnologie am Albert Einstein College of Medicine in New York. Forschungsschwerpunkt des Nierenspezialisten ist das Gebiet der personalisierten Medizin.
Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIG / BIH) wurde 2013 als neue biomedizinische Forschungseinrichtung von der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft gegründet. Im Fokus der Arbeiten des BIG steht die Frage, wie Forschungserkenntnisse aus den Lebenswissenschaften schneller und gezielter in medizinische Therapien, Diagnostik und Prävention übersetzt und klinische Beobachtungen in die Grundlagenforschung transferiert werden können. „Dass Erwin Böttinger sich künftig hier engagieren wird, ist ein weiterer Beleg dafür, dass wir Forschung auf internationalem Spitzenniveau betreiben“, so Mlynek.
Seit April 2015 ist das Berliner Institut für Gesundheitsforschung eine rechtlich selbstständige Körperschaft des öffentlichen Rechts, Charité und MDC sind darin rechtlich selbstständige Gliedkörperschaften. Es wird zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land Berlin finanziert. Für das Haushaltsjahr 2015 beträgt das Volumen 44 Millionen Euro und soll 2018 auf ein Volumen von jährlich 75,5 Millionen Euro anwachsen. Zudem unterstützt die private Initiative der kürzlich verstorbenen Stifterin der Stiftung Charité Johanna Quandt den Aufbau des Instituts mit insgesamt 40 Millionen Euro bis 2022.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit rund 38.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 18 Forschungszentren und einem Jahresbudget von vier Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).

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