Erster Arbeitstag für den neuen Ärztlichen Direktor am Klinikum der J.W. Goethe-Universität

Prof. Dr. Jürgen Schölmerich ist ab sofort hauptamtlicher Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt. Mit ihm gewinnt das Klinikum einen ausgewiesenen Experten, der sowohl in der Krankenversorgung als auch in Wissenschaft und Forschung langjährige Erfahrung mitbringt. Zuletzt war Prof. Schölmerich als Ordinarius für Innere Medizin an der Universität Regensburg tätig.

Prof. Schölmerich, 1948 in Marburg geboren, studierte Medizin und Mathematik an den Universitäten Heidelberg und Freiburg und legte 1973 das medizinische Staatsexamen ab. Seine Habilitation für das Fach Innere Medizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Freiburg erfolgte 1984. Nach Forschungsaufenthalten am Department of Pathology und dem Department of Chemistry der University of California, San Diego, nahm er 1987 eine Stelle als Universitätsprofessor und Oberarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg an. Später zog es Prof. Schölmerich nach Regensburg, wo er ab 1991 Ordinarius für Innere Medizin an der dortigen Universität und Direktor der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums war. Auf eine einjährige Gastprofessur am Department of Medicine der University of California folgte das Amt des Ärztlichen Direktors am Klinikum der Universität Regensburg, das Prof. Schölmerich 1996 bis 1999 übernahm. Prof. Schölmerich ist Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer und war 2010 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin. Er ist Mitherausgeber mehrerer medizinischer Fachzeitschriften und trägt seit 2009 das Bundesverdienstkreuz.

In seiner Antrittsrede vor der versammelten Belegschaft des Universitätsklinikums ging Prof. Schölmerich auf seine Zukunftspläne und Visionen ein. Er wünsche sich, dass das Klinikum die sechs F vertreten werde: „freundlich fröhlich, fix, fortschrittlich, forschungsorientiert und finanziell gesichert“. Dabei betonte er besonders das Spannungsfeld zwischen Sparmaßnahmen und steigenden Kosten: „Mehr Leistung soll und muss mehr Mittel einbringen, dies kostet aber auch mehr und braucht Investitionen.“ Er versicherte jedoch, dass sich Steuerzahler und Kostenträger auf eine vernünftige Verwendung ihres Geldes verlassen könnten. Die nötigen Mittel würden gut begründet angefordert.

Prof. Schölmerich nutzte die Gelegenheit, seinem Vorgänger, Prof. Dr. Roland Kaufmann, Dank und Anerkennung auszusprechen: „Das Klinikum hat bereits ein erhebliches Renommee, und das ist natürlich auch der Arbeit meines Vorgängers zu verdanken. Herr Prof. Kaufmann hat, obwohl er dies im Nebenamt tun musste, über elf Jahre Hervorragendes geleistet.“ Nach zehn Jahren als nebenamtlicher Ärztlicher Direktor wird sich Prof. Kaufmann künftig wieder ausschließlich seiner Tätigkeit als Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie widmen können. Prof. Kaufmann war maßgeblich an der strukturellen, organisatorischen und baulichen Weiterentwicklung des Universitätsklinikums im Rahmen des sogenannten Masterplans beteiligt. Der Maßnahmenkatalog war mit dem Ziel, die langfristige Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit des Klinikums zu gewährleisten, ins Leben gerufen worden und konnte bereits in großen Teilen umgesetzt werden. Prof. Schölmerich kann an diese erfolgreiche Entwicklung anschließen und das Klinikum in weitere Jahre des Fortschritts führen.

Frankfurt am Main, 4. Oktober 2010

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Ricarda Wessinghage
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(idw, 10/2010)

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