Erste Hebammenschule in Frankfurt am Main feierlich eröffnet

Die Schüler erhalten eine monatliche Ausbildungsvergütung. Kosten fallen für sie nicht an. Es ist grundsätzlich vorgesehen, dass die Hebammen nach der Ausbildung von den Kliniken übernommen werden. Der nächste Jahrgang startet im September 2018, auch hierfür liegen schon erste Bewerbungen vor.

Die Leitung der ersten Hebammenschule in der Mainmetropole übernimmt mit Nadja Zander eine praxiserfahrene und wissenschaftlich versierte Führungsperson. Sie leitete zuvor die Hebammenschule am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau. „Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe und spüre schon, dass wir in Frankfurt sehr willkommen sind. Wir haben im Rhein-Main-Gebiet aktuell hohe und weiter steigende Geburtenraten. Wir sind froh, dass wir künftig unseren Teil dazu beitragen können, den großen Bedarf an Hebammen in der Region zu decken.“

Die erste Klasse, die jetzt in Frankfurt an den Start gegangen ist, setzt sich aus ganz unterschiedlichen Personen zusammen: „Wir haben Teilnehmer, die frisch von der Schule kommen, aber auch solche mit Ausbildung und sogar einige mit abgeschlossenem Studium“, so Zander. Ebenfalls nach Frankfurt wechseln 15 Schülerinnen der Hebammenschule am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau. Sie werden hier ihr drittes Lehrjahr vollenden und damit ihre Ausbildung abschließen.

Sozialminister Stefan Grüttner begrüßte die Eröffnung der ersten Hebammenschule in Frankfurt: „Die Hebammenschule in Frankfurt ist eine sehr wichtige Einrichtung, um mehr Hebammen auszubilden und zu gewinnen. Die Leistungen von Hebammen und Entbindungspflegern vor, während und nach der Geburt genießen im System der flächendeckenden Betreuung und Beratung werdender Mütter und Väter einen anerkannt hohen Stellenwert. Dieses System zu sichern, liegt im besonderen Interesse der Hessischen Landesregierung. Daher haben wir den Träger der Hebammenschule im Vorfeld unterstützt und für eine auskömmliche Finanzierung durch die Krankenkassen geworben.“

„Wir freuen uns, dass wir durch die Unterstützung des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration ganz im Sinne des Bürgerhospital-Stifters Johann Christian Senckenberg einen weiteren wegweisenden Baustein zur Gesundheitsversorgung in Frankfurt hinzufügen können“, so Wolfgang Heyl, Geschäftsführer der Bürgerhospital und Clementine Kinderhospital gGmbH. „Dass uns dies gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Frankfurt möglich ist, mit dem uns nicht nur durch Senckenberg vieles verbindet, ist dabei besonders bemerkenswert. Ein Glücksfall ist es, dass wir auf der schulischen Seite mit der Carl Remigius Medical School einen überaus engagierten Kooperationspartner gefunden haben. Dies hat sich in den letzten Monaten deutlich gezeigt.“

Prof. Jürgen Graf, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Frankfurt, erklärt: „Mit der Hebammenschule übernehmen wir gemeinsam mit unseren Partnern Verantwortung für die Versorgung der Menschen in der Region. Ich danke dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dass es uns – als unser Träger – solche zukunftsweisenden Kooperationen ermöglicht.“

Die Lehrenden an der Carl Remigius Medical School sind selbst Hebammen und können so den Schülern aus eigener praktischer Erfahrung die besonderen Vorzüge und Herausforderungen ihres künftigen Berufes vermitteln. Zudem werden Ärzte der beiden Krankenhäuser bestimmte medizinische Fächer – wie beispielsweise Anatomie, den ärztlichen Teil der Geburtshilfe sowie die allgemeine und spezielle Krankheitslehre – unterrichten. In der Lehre wird auf eine möglichst persönliche Atmosphäre und einen engen Draht zu den Dozenten Wert gelegt. Aus diesem Grund soll auch künftig die Klassengröße bei maximal 24 Teilnehmern liegen.

Die Kooperationspartner haben die Struktur der Hebammenschule bewusst so konzipiert, dass sie direkt in die ab 2020 geplante Akademisierung der Berufsausbildung einsteigen könnten. Die Carl Remigius Medical School ist Bestandteil des Fachbereichs Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius.

Über das Bürgerhospital Frankfurt
Ob Patient, Besucher oder Mitarbeiter – das Bürgerhospital Frankfurt zeigt sich mit seinem breiten Leistungsangebot seit über 235 Jahren allen Menschen gegenüber offen, transparent und entgegenkommend. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ältesten Krankenhauses für Frankfurter Bürger engagieren sich konsequent für das Ziel des Stifters Johann Christian Senckenberg, das Gesundheitswesen in Frankfurt am Main zu verbessern. Als Krankenhaus der Regelversorgung mit 15 medizinischen Schwerpunkten (320 Plan-Betten), einer Tagesklinik und diversen Ambulanzen nimmt das Bürgerhospital an der Notfallversorgung teil. Seit vielen Jahren ist das Bürgerhospital laut der milupa Geburtenstatistik Hessens geburtenstärkste Klinik und ist zudem zertifiziertes Perinatalzentrum Level I. Seit 2009 vereinen das Bürgerhospital und das Clementine Kinderhospital ihr umfangreiches Angebot medizinischer Leistungen und arbeiten eng miteinander zusammen. Gemeinsam sind sie Akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.

Mehr Informationen unter http://www.buergerhospital-ffm.de
Pressekontakt: Kristin Brunner; Nibelungenallee 37-41; 60318 Frankfurt am Main; Telefon (069) 1500 – 1240; k.brunner@buergerhospital-ffm.de

Über das Universitätsklinikum Frankfurt
Das Universitätsklinikum Frankfurt, gegründet im Jahr 1914, zählt zu den führenden Hochschulkliniken Deutschlands. Es bietet seinen Patientinnen und Patienten eine bestmögliche medizinische Versorgung in 32 medizinischen Kliniken/Instituten. Der enge Bezug zur Wissenschaft – Klinikum und Fachbereich Medizin betreiben zusammen 20 Forschungsinstitute – sichert den Patientinnen und Patienten eine zeitnahe Umsetzung neuer Erkenntnisse in die therapeutische Praxis. 1.302 stationäre Betten stehen zur Verfügung. Zahlreiche Institute widmen sich medizinisch-wissenschaftlichen Spezialleistungen. Jährlich werden 51.000 stationäre und 227.000 ambulante Patientinnen und Patienten betreut. Besondere interdisziplinäre Kompetenz besitzt das Universitätsklinikum unter anderem auf den Gebieten der Neurowissenschaften, Onkologie und kardiovaskulären Medizin. Auch als Standort für Organ- und Knochenmarktransplantationen, Dialyse sowie der Herzchirurgie nimmt es besondere Aufgaben der überregionalen medizinischen Versorgung wahr. Neben der Herzchirurgie besteht beim Versorgungsauftrag nach dem Hessischen Krankenhausgesetz auch in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, der Dermatologie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie ein Alleinstellungsmerkmal für die Region Frankfurt-Offenbach. 4.506 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollkraftzahlen) kümmern sich rund um die Uhr um die Patientinnen und Patienten.

Mehr Informationen unter http://www.kgu.de
Pressekontakt: Stabsstelle Recht-, Öffentlichkeits- und Pressearbeit;
Universitätsklinikum Frankfurt; Telefon (0 69) 63 01 – 64 44; Recht-Presse@kgu.de

Über die Carl Remigius Medical School
Die Carl Remigius Medical School (CRMS) besteht seit 2016. Sie ist Teil des Fachbereichs Gesundheit & Soziales der Hochschule Fresenius, der mit rund 12.000 Studierenden größten privaten Präsenzhochschule Deutschlands. Der Name geht zurück auf Carl Remigius Fresenius, der 1848 in Wiesbaden eine Laborschule zur Ausbildung von Chemikern gegründet hat – Vorläufer der heutigen Hochschule Fresenius. Das Bildungsangebot der CRMS umfasst innovative pflegerische, gesundheitsökonomische und medizinnahe Bachelor- und Master-Studiengänge, wie etwa den Physician Assistance, sowie im Bereich Ausbildung eine Hebammenschule in Frankfurt am Main. Die Carl Remigius Medical School ist bundesweit mit unterschiedlichen Bildungsangeboten an den Standorten in Idstein, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln und München vertreten.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website: http://www.carl-remigius.de

Ansprechpartner/Presse:
Alexander Pradka
alexander.pradka@carl-remigius.de
Telefon +49 (0)69 – 870035320
Mobil: +49 (0) 152-53458441

Scroll to Top