Erst der Job, dann die Familie?

(djd). Während sich in früheren Zeiten bei einem Paar häufig schon nach kurzer Zeit Nachwuchs einstellte, steht heutzutage für viele Menschen die berufliche Selbstverwirklichung an erster Stelle. Immer mehr Frauen studieren oder investieren viel Zeit in ihre Berufsausbildung und Karriereplanung. Finanzielle Sicherheit und ein Eigenheim haben bei vielen Paaren Priorität. So vergehen wertvolle Jahre, die Familienplanung gerät immer mehr ins Hintertreffen. Dabei ist es nicht so, dass junge Leute in Deutschland Kindern negativ gegenüber stünden. Im Gegenteil: Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa glauben sogar 95 Prozent der der 25- bis 34-Jährigen, dass es schön sein muss, Kinder aufwachsen zu sehen.

Kinderfrust statt Liebeslust

Sobald die Karriere gefestigt ist und das Häuschen steht, fehlt das Kinderlachen, das den Alltag erhellt. Nun arbeiten viele Paare plötzlich mit Hochdruck am „Projekt Kind“. Geschlechtsverkehr nach Plan soll die Chancen auf eine Befruchtung erhöhen und kann die Lust zur Last werden lassen. Bleibt das freudige Ereignis Monat für Monat aus, stellen sich zunehmend Frustration und Resignation ein. Oft leidet die Partnerschaft unter dem enormen Druck, gegenseitige Vorwürfe und Trauer bringen beide Partner in eine schmerzliche Situation. Liegt es an dir oder an mir? Diese unausgesprochene Frage steht oft zwischen dem Liebespaar.

Nicht selten ist das Alter schuld

Statistisch gesehen kann die Ursache zu gleichen Teilen am Mann oder an der Frau liegen. Mit zunehmendem Alter lässt die Samenqualität des Mannes nach, die Fruchtbarkeit der Frau sinkt bereits ab dem 30. Lebensjahr. Im weiblichen Körper ist von Geburt an eine bestimmte Anzahl von Eibläschen angelegt, die mit jedem Zyklus weniger werden. Auch die Qualität der Eizellen verringert sich mit den Jahren. Eine umfassende Untersuchung beim Spezialisten kann Gewissheit über die individuellen Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit geben. Daher sollten Paare nicht zögern, frühzeitig ein Kinderwunschzentrum (Adressen und Infos unter http://www.kinderwunsch.de) zurate zu ziehen.

Behandlung mit guten Erfolgschancen

Die spezialisierten Zentren können mithilfe modernster Diagnostik die Ursachen einer Unfruchtbarkeit ermitteln und individuelle Behandlungen einleiten. Experten stehen den Paaren beratend zur Seite und auch für die psychologische Betreuung ist in dieser belastenden Zeit gesorgt. Mit eine der häufigsten Ursachen der weiblichen Fruchtbarkeitsprobleme ist ein ausbleibender Eisprung, der zunächst mit Clomifen behandelt wird. Ist dies nicht erfolgreich, wird eine Kinderwunschbehandlung eingeleitet. Das Fruchtbarkeitshormon Corifollitropin alfa ist über sieben Tage wirksam und kann das Wachstum der Eibläschen fördern. Statt der bisher nötigen täglichen Spritze zur Wachstumsstimulation der Eibläschen an sieben aufeinanderfolgenden Tagen wird die Injektion nur einmal zu Beginn des Behandlungszyklus gegeben. Für Frauen ist die Behandlung dadurch angenehmer, weniger belastend und durch die geringere Anzahl an Injektionen zeitlich weniger aufwändig.

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