Erneuter Millionenauftrag für steirisches Kompetenzzentrum RCPE aus Texas

„Wir haben uns bei der Partnersuche einige Forschungseinrichtungen angesehen, natürlich auch in den USA, aber das RCPE hat genau die Technologien und das Know-how geboten, die für eine langfristige Zusammenarbeit erforderlich sind“, so Dr. Klaus Nickisch, Chief Science Officer & Executive Vice President von Evestra im Jahr 2014. Dass sich an seinem Standpunkt und seinem Vertrauen in das steirische Zentrum bis heute nichts geändert hat, zeigt sich an dem neuerlichen Vertrag mit dem Forschungsunternehmen.

Den Kern der Kooperation bilden Forschungen im Bereich der Frauengesundheit, zentrales Thema ist dabei die Realisierung der nächsten Generation von vaginalen Darreichungsformen. Speziell wird an der Entwicklung und Weiterentwicklung von speziellen Vaginalringen zur Kontrazeption, Hormonersatztherapie, Inkontinenz und Kombinationspräparaten gearbeitet. „In den ersten Jahren der Zusammenarbeit konnten wir bereits einiges an Know-how im „Female Health“ Bereich aufbauen. Konkret geht es im aktuellen Projekt darum, eine Plattformtechnologie zur Herstellung von vaginalen Darreichungsformen, basierend auf fundamentalen wissenschaftlichen Gesetzmäßigkeiten, zu etablieren.“, erklärt Prof. Khinast, wissenschaftlicher Geschäftsführer am RCPE.

Neben der Etablierung von Screeningmethoden, simulationsbasierenden Vorhersagen zur Wirkstofffreisetzung und der Etablierung einer biorelevanten Freisetzungsmethode, steht die Entwicklung von verfahrenstechnisch optimierten Produktionsprozessen im Bereich der pharmazeutischen Polymerverarbeitung im Fokus. Die so aufgebauten Methoden und Verfahren werden dann auf die Entwicklungspipeline von Evestra angewendet. Dadurch soll gelingen, Produktideen sicherer, schneller und kostengünstiger zu bewerten sowie einen rascheren Markteintritt herbeizuführen.

Die Vorteile für den Endverbraucher sind eindeutig. Diesem sollen in Zukunft neue vaginale Darreichungsformen zur Verfügung stehen, deren Wirkstoffabgabe zielgenau im therapeutischen Bereich liegen. Gegenüber Präparaten, die zur oralen Einnahme bestimmt sind, zeigen sich klare Vorteile. Das Medikament wirkt gezielter, beständiger und über einen längeren Zeitraum. Zugleich wird verhindert, dass wie bei der oralen Einnahme durch Einnahmefehler oder Magen-Darm-Krankheiten die Zufuhr der Wirkstoffe ganz oder teilweise ausfällt. Da die Wirkstoffe direkt im weiblichen Geschlechtsorgan abgegeben werden, genügen geringer Dosierungen, die den Körper weniger belasten. Mögliche Nebenwirkungen werden dadurch reduziert bzw. vermieden.

Für das RCPE, das im Eigentum der TU Graz, der KF Universität Graz und des Joanneum Research, steht, ist es nicht der erste Auftrag dieser Größenordnung. „Forschungsaufträge wie diese ermöglichen uns, unser Know-how auszubauen und die einzigartige Stellung des RCPE’s im Bereich der pharmazeutischen Prozess- und Produktoptimierung weiter zu festigen. Die langfristige Partnerschaft mit Evestra macht es möglich, hochqualifiziertes Personal in der Region aufzubauen.“, so Dr. Klein, kaufmännischer Geschäftsführer am RCPE.

Informationen zum Unternehmen

RCPE GmbH
Gemeinsam mit den Global Players der Pharmaindustrie betreibt das K1-Kompetenzentrum RCPE Spitzenforschung im Bereich der Prozess- und Produktoptimierung. Die Schwerpunkte umfassen die Entwicklung neuer Darreichungsformen für Medikamente sowie die zugehörigen Produktionsprozesse und deren Überwachung. Neben einem erfahrenen interdisziplinären und internationalen Team sind die hervorragenden Leistungen des Zentrums auf die Nähe zu den Grazer Universitäten zurückzuführen. Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Industrie bietet das RCPE wirtschaftsnahe Forschung am State of the Art an. Das RCPE befindet sich im Eigentum der TU Graz (65%), der KF Universität Graz (20%) und der Joanneum Research GmbH (15%).

www.rcpe.at

Evestra, Inc.
Das texanische Pharmaunternehmen Evestra mit Hauptsitz in San Antonio wurde 2007 als Spin-of des Organic Chemistry Department of Texas Biomedical Research Institute von Ze’ev Shaked und Klaus Nickisch gegründet, beide langjährig erfahren auf dem Gebiet der pharmazeutischen Produktentwicklung. Klaus Nickisch ist als wissenschaftlicher Leiter auf die Themen Onkologie und Frauengesundheit spezialisiert. Evestra führt Forschung und Produktentwicklung in zahlreichen wichtigen Gebieten wie im Bereich der Frauengesundheit durch. Neben Verhütung sind das Themen wie Endometriose, Gebärmutter-Myomen, Hormonersatztherapie oder hormonbedingter Brustkrebs.

www.evestra.com

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