Erneuerung der Heisenberg-Förderung für Regensburger Analytiker

Der sogenannte Enzyme-linked immunosorbent Assay (ELISA) ist eine Standardnachweismethode für diagnostische Marker. Viele diagnostische Marker liegen im Blut aber in so geringen Konzentrationen vor, dass sie mit konventionellen Immunoassays nicht mehr nachweisbar sind. Bereits im ersten Teil der Heisenberg-Förderung konnte die Arbeitsgruppe von Dr. Gorris zeigen, dass sogenannte Photonen-aufkonvertierende Nanopartikel (UCNPs) ein ideales Nachweissystem für Immunoassays darstellen, mit denen sich sogar einzelne Moleküle, z. B. Krebsmarker im Blut, sichtbar machen lassen. Das Auszählen einzelner Moleküle durch sogenannte „digitale Immunossays“ ist ein fundamental neuer Ansatz in der Diagnostik, weil der Nachweis eines einzelnen Moleküls die ultimative Nachweisgrenze darstellt. Durch die Reduzierung der Nachweisgrenze lassen sich viele Krankheiten zu einem früheren Zeitpunkt diagnostizieren, als es mit derzeit gängigen Immunoassays möglich ist. Im zweiten Teil der Förderung soll der Einzelmolekül-Immunoassay weiter verbessert, automatisiert und in die Praxis umgesetzt werden.

Die nach dem Physik-Nobelpreisträger Werner Heisenberg benannte Auszeichnung der DFG soll herausragenden Nachwuchsforscherinnen und -forschern den Weg zu einer eigenen Professur ebnen.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
PD Dr. Hans-Heiner Gorris
Institut für Analytische Chemie, Chemo- und Biosensorik
Universität Regensburg
Telefon: 0941 943-4015
E-Mail: hans-heiner.gorris@ur.de

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