Erlanger Professor begutachtet „Anti-Doping-Gesetz“

Der Deutsche Bundestag hat durch seinen Sportausschuss in der Sitzung vom 21. September 2011 und durch seinen Gesundheitsausschuss sein Einvernehmen mit der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Personalie erklärt. Dadurch wurde der Inhaber des Erlanger Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und Wirtschaftsstrafrecht beauftragt, das „Anti-Doping-Gesetz“ bis Ende Oktober 2012 umfassend zu evaluieren.

Das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung des Dopings im Sport („Anti-Doping-Gesetz“) sanktioniert über Änderungen im Bundeskriminalamt- und Arzneimittelgesetz seit dem 1. November 2007 unter anderem auch den Besitz von Dopingmitteln im Sport in nicht geringer Menge – in besonders schweren Fällen droht es Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren an. Es sieht vor, dass die Anwendung der geänderten Vorschriften unter Einbeziehung eines wissenschaftlichen Sachverständigen, der im Einvernehmen mit dem Deutschen Bundestag bestellt wird, vor dem 31. Oktober 2012 zu evaluieren ist. Die Bundesregierung, vertreten durch die beiden federführenden Ministerien, das Bundesministerium des Innern und das Bundesministerium für Gesundheit, hat erklärt, die Einzelheiten der Evaluierung des Gesetzes mit dem Sachverständigen abstimmen zu wollen (Bundestagsdrucksache 17/6672 vom 20. Juli 2011).

Jahn, der seit sechs Jahren an der FAU lehrt und forscht und unter anderem Leiter einer eigenen Forschungsstelle ist, freut sich über die Wahl: „Das ist eine spannende, aber auch besonders herausfordernde Aufgabe. Sie erfordert jetzt erst einmal eine umfassende Bestandsaufnahme zur Dopingbekämpfung der vergangenen Jahre in der Bundesrepublik.“

Weitere Informationen für die Medien:

Sekretariat des Lehrstuhls:
Karin Neeb
Tel.: 09131/85-22250
karin.neeb@jura.uni-erlangen.de

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