Erkrankungen der weißen Gehirnsubstanz: 6. Jenaer Neuroradiologie-Symposium am UKJ

Die Multiple Sklerose, eine Immunerkrankung des Nervensystems, die Progressive Multifokale Leukenzephalopathie, eine Erreger verursachte Erkrankung, die im Rahmen einer Multiplen Sklerose aufflammen kann oder die Subkortikale Arteriosklerotische Enzephalopathie, die durch Verschlüsse kleiner Adern im Gehirn verursacht wird: All diese Erkrankungen besitzen ähnliche Symptome und Erscheinungsbilder. „Deshalb stehen Ärzte vor einer großen Herausforderung, neben der eigentlichen Verdachtsdiagnose weitere Differentialdiagnosen zu berücksichtigen und für die Patientenbeschwerden die richtige Ursache zu finden und gezielt zu behandeln“, erklärt Prof. Dr. Thomas Mayer, Leiter der Sektion Neuroradiologie am Universitätsklinikum Jena (UKJ). Um neue Erkenntnisse zu besprechen und die Kollegen der Region zu informieren, findet das 6. Jenaer Neuroradiologie-Symposium am 27. März 2015 zum Thema „Erkrankungen der weißen Substanz und der Liquorzirkulation“ statt. Experten aus verschiedenen Teilen Deutschlands kommen am Freitag nach Jena, um zu referieren, diskutieren und zu trainieren. Insgesamt werden etwa 200 Teilnehmer erwartet.

Im Rahmen des Symposiums beleuchten Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) die biologischen und anatomischen Grundlagen sowie die Entstehungsursachen dieser Erkrankungen der weißen Gehirnsubstanz. Ebenso stellen Forscher der Medizinischen Physik des UKJ Neuerungen in der bildgebenden Technik vor. Neben der Neuroradiologischen Bildgebung werden auch die Anforderungen und Therapien der klinischen Fachgebiete Neurologie, Neuropädiatrie, Neurochirurgie, Psychiatrie und Geriatrie interdisziplinär berücksichtigt. Darüber hinaus betrachten die Experten die unterschiedlichen Erkrankungsformen anhand der Stufen der Gehirnentwicklung im Kindes- und Erwachsenenalter. Zudem werden die vorherrschenden Veränderungen des Gehirnes im Alter behandelt.

Nach dem theoretischen Teil des ganztägigen Symposiums, bei dem die Krankheitsbilder in drei wissenschaftlichen Sitzungen im Plenum diskutiert werden, folgt der praktische Teil. Ärzte erhalten hierbei die Möglichkeit, in Workshops an Flussmodellen zu testen und trainieren sowie an 3-D-Modellen Zusammenhänge plastisch zu erfahren. Die Veranstaltung richtet sich mit einem zusätzlichen Angebot auch an Medizinstudenten und Medizinisch-technische Radiologieassistenten. Das Symposium beginnt am Freitag, den 27.3.2015, um 8.30 Uhr im Hörsaal 2 und weiteren Räumen des UKJ am Standort Lobeda.

Kontakt:
Prof. Dr. med. Thomas E. Mayer
Sektion Neuroradiologie
Zentrum für Radiologie
Universitätsklinikum Jena
Erlanger Allee 101
07747 Jena

Sekretariat:
Tel.: 03641 – 9 324761
E-Mail: neuroradiologie@med.uni-jena.de

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