Erkenntnisse über regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung nutzbar machen

Mit den Forschritten in der Medizin wachsen die Möglichkeiten für Diagnostik und Therapie – und auch die Anforderungen der Bürger, Politiker und Krankenkassen. Die Bürger erwarten eine sichere und effiziente medizinische Versorgung. Ärzte, Kliniken sowie Heil- und Pflegeberufe wollen diese erbringen.

Die Versorgungsforschung dokumentiert allerdings, dass Qualität und Quantität der medizinischen Versorgung teils geografischen Mustern, teils Kooperationsmustern der beteiligten Praxen und Krankenhäusern folgen. Sind diese Muster schicksalhaft oder gestaltbar? Sind regionale Unterschiede ein Weg, Vorbilder zu identifizieren? Besteht ein moralischer Gestaltungsauftrag für Politik und die Akteure des Gesundheitswesens, aus den Vorbildern zum Nutzen aller Patienten zu lernen? Und wenn ja, wie lassen sich die Erkenntnisse zur Verbesserung der Versorgungsqualität effektiv umsetzen?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Konferenz des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland am 13. Und 14. September 2017 in Berlin: „Regionale Unterschiede in der Gesundheitsversorgung. Aus den Regionen lernen – ein Gewinn fürs Ganze?“

Kooperationspartner des Zi sind das Deutsches Netzwerk für Versorgungsforschung (DNVF) und die Arbeitsgemeinschaft der medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AWMF). Die Konferenz soll den Dialog und Austausch zwischen Versorgungsforschern und Vertretern von medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und ärztlichen Berufsverbänden fördern.

Präsentiert werden nationale und internationale Beispiele, Werkstattberichte und methodische Überlegungen.

CALL FOR ABSTRACTS. Beiträge aus der klinischen Praxis, aus der Projektarbeit, aus der Forschung sowie Projektplanungen und Projekterfahrungen sollen im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Kurzfassungen von Beiträgen können bis zum 2. Juli 2017 zu den folgenden Themenkomplexen eingereicht werden:

1. Regionale Versorgungsunterschiede: Wie reagieren die ärztlichen Fachgesellschaften und Berufsverbände auf die aktuellen Herausforderungen?
2. Regionalisierte Versorgungsforschung als Qualitätsmanagement – Methoden & Daten: Wohin gehtdie Reise?
3. Vom Ergebnis zur Umsetzung: Wie erreicht regionalisierte Versorgungsforschung die richtigen Adressaten?

Pressekontakt:
Pressestelle Versorgungsatlas des Zi, Dipl. Biol. Barbara Ritzert · ProScience Communications – die Agentur für Wissenschaftskommunikation GmbH
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