Ergonomische Tipps gegen Verspannungen und Rückenschmerzen

Die Hauptursachen für Rückenschmerzen sind Bewegungsmangel, Fehlhaltungen oder Überbeanspruchung. Langes Sitzen im Büro oder im Auto, häufig in Verbindung mit einer falschen Sitzhaltung, oder Überbelastung durch Gartenarbeit oder Tätigkeiten im Haushalt, führen zu einer Fehlbelastung der Muskulatur. Die Folge sind Verspannungen. Die Muskulatur verliert ihre natürliche Dehnbarkeit, verhärtet sich und schmerzt. Lösen sich die Verspannungen nicht von allein, kann ein Schmerzkreislauf die Folge sein. Zusätzliche Schonhaltungen bewirken in diesem Fall, dass sich Verspannungen verstärken und Schmerzen zunehmen können.

Rückenentlastung durch Ergonomie im Haushalt

Bei einer häufig wiederkehrenden körperlichen Belastung, oftmals gepaart mit Stress, können schon einmal Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich auftreten, die sich schmerzhaft bemerkbar machen. Zur Vorbeugung von Rückenschmerzen ist es ratsam, im Alltag ein paar ergonomische Tipps zu berücksichtigen. Bereits kleine, aber bewusste Handgriffe und Bewegungsänderungen, wie z. B. das rückenfreundliche Tragen der Einkaufstaschen, können einiges bewirken.

Am Arbeitsplatz wird auf eine ergonomische Ausstattung Wert gelegt, die sich den Bedürfnissen des Arbeitnehmers optimal anpasst. Im privaten Haushalt hingegen gerät die Ergonomie leider häufig in Vergessenheit. Doch viele der haushaltsüblichen Tätigkeiten können den Körper belasten und sogar gesundheitliche Schäden hervorrufen.

So kann z. B. langes Stehen zu Fehlhaltungen oder falsches Heben zu einer Überbeanspruchung der Muskulatur führen. Die Folge sind Verspannungen und Rückenschmerzen. Ergonomie im Haushalt bezieht sich jedoch nicht nur auf die klassischen Haushaltstätigkeiten. Auch bei der abendlichen Entspannung auf dem Sofa sollte auf eine rückenfreundliche Sitzhaltung geachtet werden, um keine Verspannungen zu provozieren. Für einen erholsamen Schlaf ist die richtige Wahl der Matratze ausschlaggebend. Ist die Matratze zu weich, kann dies zu ausgeprägten Rückenproblemen führen.

Mit den folgenden Tipps optimieren Sie alltägliche Bewegungsabläufe. Ihr Rücken wird es Ihnen danken!

Schwere Lasten richtig heben

Hochheben, aber richtig! Gehen Sie beim Heben von schweren Lasten immer in die Knie. Die zu hebende Last befindet sich dabei idealerweise zwischen ihren leicht geöffnet stehenden Beinen. Mit geradem Rücken aufrichten und Beine gleichzeitig strecken. Den Gegenstand dabei nah am Körper führen.

Der Rücken verträgt eine Menge – auch einmal das falsche Heben wie im linken Bild. Vorsicht ist geboten, wenn es schon Probleme im Rückenbereich gibt. Nicht mit rundem, sondern mit geradem Rücken heben.

Arbeitsplatz optimieren

Beim Bügeln sollten Sie darauf achten, dass das Bügelbrett auf die richtige Höhe eingestellt ist. Optimal ist die Höhe dann, wenn sich die Bügelfläche ca. 15 cm unterhalb des eigenen Ellenbogens befindet. Die Schultern beim Bügeln locker halten, auf keinen Fall hoch zu den Ohren ziehen. Die Ellenbogen sind ca. 90 Grad gebeugt.

Zusatz-Tipp: Zur Entlastung eignen sich auch kleine Fußbänke, auf die man mal das linke, mal das rechte Bein aufstellen kann.

Kinder richtig hochheben

Kinder sind meistens viel lebhafter als Erwachsene, sie laufen, springen und toben gern. Somit ist es nur natürlich, wenn ein Kind beim Hochheben nicht unbeweglich ist, sondern zappelt. Einen Erwachsenen kann es damit schnell aus dem Gleichgewicht bringen. Eine gut trainierte Muskulatur kann dies allerdings ausgleichen.

Auf die richtige Ausgangsstellung kommt es an! Stehen sie am besten in der Grätschstellung frontal zur Last. Beide Füße sind fest auf dem Boden, Fußspitzen zeigen nach vorn. Eine angespannte Bauch- und Rückenmuskulatur sorgen beim Heben zusätzlich für Stabilität und Gleichgewicht.

Putzen – ein gymnastisches „Workout“

Wer liebt schon Putzen? Ein bisschen Eigenmotivation hilft, die Unlust zu bekämpfen. Die Lieblingsmusik anstellen, im Takt wischen und sich vorstellen, man wäre beim Workout-Kurs – das ist schon mal ein lockerer Start und erfreut auch den Rücken. Wie beim Heben sollte man auch bei Putztätigkeiten, die den Rücken beanspruchen, unbedingt auf die richtige Körperhaltung achten. Beim Wischen unter der Couch z. B. mit geradem Rücken in die Knie gehen. Dabei möglichst auf längeres Arbeiten in der Hocke verzichten, um die Kniegelenke zu schonen.

Organisation ist alles: Benötigte Putzutensilien zusammenstellen und dann griffbereit in Griffhöhe platzieren, um Verdrehungen der Wirbelsäule zu vermeiden.

Grundsätzlich tut Bewegung dem Rücken gut! Wer zudem darauf achtet, den Arbeitsplatz vorzubereiten, sich die Arbeit einzuteilen und auch mal Hilfe einzufordern (zu zweit geht vieles leichter), wird nicht so schnell muskuläre Probleme im Rückenbereich bekommen.

Was kann man tun

Vorbeugung gegen Verspannungen und Rückenschmerzen ist das eine, doch was tun, wenn der Rücken längere Zeit schmerzt. Nach Rücksprache mit dem Arzt empfiehlt es sich, die Ursache therapeutisch zu beheben.

Dazu gehören in (fast) jedem Alter auch eine kontinuierliche Gymnastik oder physiotherapeutische Massnahmen, die die Rückenmuskulatur gezielt stärken. Für Notfälle ist es auch nicht verkehrt, ein Wärme-Pflaster oder eine Wärme-Creme im Haus zu haben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet

Wenn Nacken und Schultern S.O.S. funken                
http://www.hansaplast.de/soforthilfe/sport-und-bewegung/nacken-und-schultern

Quelle

PRESSESTELLE ABC

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