Erektile Dysfunktion – Hintergründe zum Tabuthema

Erektile Dysfunktion, Erketionsstörung, Potenzmittel

Unter einer erektilen Dysfunktion versteht man eine Einschränkung bei der Fähigkeit, zu einer Erektion zu kommen, die ein ungestörtes Liebesleben ermöglicht. Das Risiko, im Laufe des Lebens einmal darunter zu leiden, ist größer als bisher angenommen. Die Dunkelziffer ist relativ hoch, weil die meisten Betroffenen nicht über dieses Problem sprechen. Kaum jemand möchte zugeben, kein erfülltes Liebesleben zu haben. Eine Erhebung unter 4 Millionen Deutschen hat folgendes Ergebnis gebracht:

  • Mehr als die Hälfte (52%) der Männer zwischen 40 und 70 Jahren leiden manchmal an erektiler Dysfunkion
  • 9,6 Prozent gaben an, dass es im Bett regelmäßig nicht klappt
  • Sogar unter den 18 bis 50-Jährigen kommen Erektionsstörungen manchmal vor, bei 2 Prozent dieser Altersgruppe sogar regelmäßig

Bei den meisten Betroffenen dauert es zu lange, bis ärztliche Hilfe gesucht wird. Viel zu lange wird zugewartet und dadurch verstärkt sich die Problematik noch. Erektile Dysfunktion beeinträchtigt nicht nur das Leben des Patienten, auch die Partnerschaft leidet darunter. Öffnet sich der Betroffene nicht, befürchtet der Partner oft, nicht mehr attraktiv genug zu sein und nimmt die Schuld auf sich. Umso wichtiger ist es, ein klärendes Gespräch mit dem Partner zu führen.

Was sind die Ursachen?

Bei mehr als 50 Prozent der Betroffenen sind körperliche Ursachen für die erektile Dysfunkion verantwortlich. Der Rückgang glatter Muskelzellen im Penis kann zum Beispiel zu einer Erektionsstörung führen. Meistens führt ein Absenken des Testosteronspiegels zu diesem Muskelschwund. Auch veränderte Nervenstrukturen sollten bei der Untersuchung in Betracht gezogen werden. Für eine befriedigende Erektion sind Schwellkörper verantwortlich, klappt die entsprechende Blutversorgung in erregtem Zustand nicht, kommt es ebenfalls zur Erektionsstörung. Welche Hintergründe tatsächlich hinter den Beschwerden stecken, kann bei einer gründlichen Untersuchung herausgefunden werden. In der Regel ist der Urologe der richtige Ansprechpartner bei erektiler Dysfunkion. Der Mediziner untersucht das Blut, um sich ein Bild über den generellen Gesundheitszustand und den Hormonspiegel zu machen.  Auch Tumormarker und die Nieren- und Leberfunktion können mit einer Blutuntersuchung getestet werden. Erektile Dysfunkion kann auch als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen auftreten. Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Atherosklerose oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind einige davon. Verlaufen alle Tests negativ und kann eine organische Ursache ausgeschlossen werden, kann von psychischen Hintergründen ausgegangen werden. Sogar ein Drittel aller Betroffenen leiden aufgrund seelischer Problemen an erektiler Dysfunktion. Ein ungesunder Lebenswandel, Übergewicht und übermäßiger Alkoholkonsum können ebenfalls Erektionsstörungen auslösen. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: http://www.penispumpetest.com/

 

Die Behandlung

Um erektile Dysfunkion zielgerichtet behandeln zu können, muss die Ursache geklärt sein. Bei einem Testosteronmangel zum Beispiel ist die Einnahme des männlichen Hormons die beste Therapie. Für die Einnahme stehen verschiedene Möglichkeiten offen: Testosteron kann man als Kasel, Injektion, mit Hilfe eines Pflasters oder eines speziellen Gels zuführen. Sogenannte PDE-5-Hemmer sorgen dafür, dass es im Bett rasch wieder klappt. Die Medikamente müssen 60 bis 90 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen werden. Sogenannte „Potenzmittel“ sollte man jedoch nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Nur der Mediziner kann abklären, ob das Präparat geeignet ist und ob es zu Wechselwirkungen mit anderen eingenommen Medikamenten kommt. Ein gesunder Lebenswandel ist besonders bei Übergewichtigen anzuraten. Oft mildern sich die Beschwerden, wenn das Gewicht reduziert wird. Liegen psychische Ursachen vor, sollte man auf jeden Fall Rat bei einem Psychologen oder Psychotherapeuten suchen. Viele Männer fühlen sich im Job unter Druck und möchten Karriere und Familienleben unter einen Hut bringen. Männer, die von Burnout bedroht sind oder an Depressionen leiden, entwickeln öfter eine erektile Dysfunktion als Personen, die sich im psychischen Gleichgewicht befinden.

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