Erdgas rechnet sich

(djd). Auf ihre Mobilität können und wollen die meisten Bundesbürger nicht verzichten – und möglichst umweltfreundlich soll das eigene Auto auch sein. Ein umweltfreundlicher Ersatz für konventionelle Kraftstoffe, der bereits heute ausgereift und weitgehend flächendeckend verfügbar ist, ist Erdgas. Autos mit Erdgasantrieb (CNG) gibt es von vielen Herstellern, auch das Tankstellennetz wird immer dichter. Damit ist der Kraftstoff, der sowohl mit geringen Emissionen als auch mit geringen Kosten punktet, längst alltagstauglich.

Tanken für die Hälfte

Um rund ein Viertel sinken mit einem Erdgasantrieb die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen gegenüber einem vergleichbaren Benziner. CNG-Abgase sind zudem geruchlos und enthalten keine Partikel. Beim Preisvergleich beträgt der Vorteil sogar bis zu 50 Prozent. „Bei einem Durchschnittsverbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometer und einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 Kilometern spart ein Autofahrer mit einem Erdgasfahrzeug der Mittelklasse rund 1.000 Euro im Jahr“, rechnet Heiko Kaiser, Experte für Erdgasantriebe bei Bosch, vor. Auf den ersten Blick ist dieser Vorteil an der Zapfsäule allerdings nicht zu erkennen. Grund ist die unterschiedliche Darstellung: Benzin und Diesel werden in Litern berechnet, CNG wird hingegen in Kilogramm angegeben. Entscheidend ist der Energiegehalt, bei dem der alternative Kraftstoff deutlich vorne liegt.

Zwei Tanks für lange Strecken

Um jederzeit mobil zu sein, entscheiden sich viele Erdgasfahrer für ein sogenanntes Bifuel-Auto. Neben dem Gasvorrat ist hier ein zusätzlicher Benzintank an Bord, so dass man jederzeit zwischen den Kraftstoffen wechseln kann – zum Beispiel wenn das Gas ausgeht und gerade keine Tankstelle in der Nähe ist. Somit lassen sich auch mit CNG-Fahrzeugen große Reichweiten erzielen, wichtig für Berufspendler oder auch die Fahrt in den Familienurlaub.

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