Erblich bedingter Haarausfall und was man dagegen unternehmen kann

Erblich bedingter Haarausfall

Im Alterungsprozess kommt es bei vielen Männern zu mehr oder weniger starkem Haarausfall. Wann und wie stark die Haare ausfallen, ist in erster Linie erblich bedingt: Während manche Männer noch mit siebzig volles Haar besitzen, haben andere schon mit Mitte Zwanzig eine Halbglatze. Frauen sind wesentlich seltener von erblichem Haarausfall betroffen, leiden aber oftmals um einiges stärker darunter. Auch wenn erblich bedingter Haarausfall keine Krankheit ist, gibt es im medizinischen Bereich einige Möglichkeiten, den unerwünschten kahlen Stellen entgegenzuwirken.

Glatze oder kahle Stellen: Haartransplantation als Option

Von Haarausfall sprechen Experten, wenn ein Mensch täglich mehr als 100 Haare verliert und dabei deutlich mehr Haare ausfallen, als nachwachsen. Während es bei Frauen insbesondere während der Wechseljahre nicht selten zu hormonell bedingtem Haarausfall kommt, sind Männer häufiger von erblich bedingtem Haarausfall betroffen. Dieser tritt bereits zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr auf und schreitet schleichend fort. Eine Möglichkeit, die unerwünschte Glatze zu beseitigen, ist eine professionelle Haartransplantation. Bei einem plastischen Chirurgen kann dieser Eingriff sofort vorgenommen werden. Im Rahmen der Haartransplantation wird Eigenhaar auf die betroffenen Stellen implantiert, was wieder zu einer volleren Haarpracht führt. In diesem Zusammenhang gibt es unterschiedliche Methoden, die dauerhaften Erfolg versprechen. 

Was können Betroffene gegen erblich bedingten Haarausfall tun?

Wer keine Schönheitschirurgie durchführen lassen möchte, hat wenige Optionen, dem erblich bedingten Haarausfall entgegenzuwirken. Da der Zeitpunkt und die Intensität des Haarverlusts auf genetische Faktoren zurückzuführen sind, ist es kaum möglich, diesen zu verhindern. Auf dem Markt sind zahlreiche Präparate verfügbar, die versprechen, den Haarausfall zu stoppen und wieder für eine vollere Haarpracht zu sorgen. Allerdings ist der Effekt dieser Shampoos und Tinkturen umstritten und konnte bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. 

Haarausfall durch Medikamente verlangsamen

Ein tatsächlicher Effekt bezüglich des erblich bedingten Haarausfalls konnte dagegen mit bestimmten Medikamenten beziehungsweise Wirkstoffen erreicht werden. Bei regelmäßiger Einnahme wurde eine deutliche Verlangsamung des Haarausfalls oder sogar ein vorübergehender Stopp festgestellt. Allerdings weisen die entsprechenden Präparate einige Nebenwirkungen auf. Medikamente mit dem Inhaltsstoff Finasterid eignen sich ausschließlich für Männer und greifen in den Testosteron-Umwandlungsprozess ein. Wobei der direkte Zusammenhang zwischen Testosteron und Haarausfall in einer neueren Studie wiederlegt wurde. Hierbei kann es zu Impotenz und einer vergrößerten Prostata kommen. Der Wirkstoff Minoxidil ist eigentlich ein blutdrucksenkendes Mittel und wird äußerlich angewendet. Auch Frauen gehören hier zur Zielgruppe. Zu den Nebenwirkungen gehören Hautirritationen, Juckreiz und Kopfschmerzen.

Den erblich bedingten Haarausfall annehmen 

Kommt es zu ungewöhnlich starkem Haarausfall, ist es zunächst ratsam, unabhängig vom Geschlecht einen Arzt aufzusuchen und abklären zu lassen, ob nicht vielleicht eine ernstere Erkrankung hinter dem Symptom steckt. Ist dies nicht der Fall und möchten besonders die betroffenen Herren nicht zum Haare transplantieren, in einer der Ballungszentren von Schönheitschirurgen wie Berlin, vorstellig werden, bleibt oftmals nichts anderes übrig, als den erblich bedingten Haarverlust zu akzeptieren und damit zu leben. Eine Halbglatze oder Glatze muss kein Manko sein, sondern kann auch ebenso stolz getragen werden wie eine volle Haarpracht. Wer sich mit seinem Haarausfall arrangiert, stärkt sein Selbstbewusstsein und wird nicht selten auch vom anderen Geschlecht als attraktiv empfunden – und Glatzenträger befinden sich zudem auch in guter prominenter Gesellschaft.

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