ERA-Netz NEURON ehrt Gewinner für „Herausragende Publikation der Neurowissenschaften“

Dotiert ist der Preis mit insgesamt 6.000 € für die beiden erstplatzierten Gewinner. Neben Heidi Nousiainen wird auch Dr. Asya Rolls vom Weizmann Institut der Wissenschaften in Israel ausgezeichnet für ihre Veröffentlichung im Journal Public Library of Science. Heidi Nousiainen erforscht einen Gendefekt, der zu einer Erkrankung von Nervenzellen des Fötus mit tödlichem Ausgang schon im Mutterleib führt. Asya Rolls arbeitet an der Rolle der Zelloberfläche bei der Reparatur von Rückenmarksverletzungen.

Die Koordinatorin des ERA-Netz NEURON, Dr. Marlies Dorlöchter, betonte: „Besonders erfreulich ist zum einen die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten bei dieser internationalen Ausschreibung, aber auch die Auswahl der Preisträgerinnen. Sie belegt eindrucksvoll die Konkurrenzfähigkeit junger Wissenschaftlerinnen in der Hirnforschung.“

Als gemeinsame Aktion von 18 europäischen Förderorganisationen hat das ERA-Netz NEURON eine europaweite Preisausschreibung zu herausragenden Publikationen in den Neurowissenschaften initiiert. Die Initiative zielt darauf, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter 35 Jahren als Erstautoren besonders wichtiger Veröffentlichungen im Gebiet der krankheitsorientierten Neurowissenschaften zu würdigen. Dieser Preis war erstmalig im Mai 2009 ausgeschrieben worden. Aus einer ganzen Reihe von hoch qualifizierten Bewerbungen wurden im Rahmen einer internationalen Begutachtung nun zwei Veröffentlichungen und deren Erstautorinnen als Preisträger ausgewählt. Der Preis wird im Juli 2010 erneut ausgeschrieben.

Das ERA-Netz NEURON (Network of European Funding for Neuroscience Research) ist ein Verbund von Ministerien und Förderagenturen aus 13 Ländern und wird vom Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (PT-DLR) im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) koordiniert. Das Netzwerk wird von der Europäischen Kommission unterstützt, um zur Bildung eines Europäischen Forschungsraums (European Research Area) beizutragen. Die weiteren Netzwerkpartner sind Institutionen aus England, Finnland, Frankreich, Israel, Italien, Kanada, Luxemburg, Polen, Österreich, Rumänien, Schweden und Spanien.
(idw, 07/2010)

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