Entspannt schlummern, erholt aufwachen

(djd). Wer keine Abschläge in der Rente hinnehmen will, muss künftig bis zum 67. Lebensjahr arbeiten. Tatsächlich halten die meisten deutschen Arbeitnehmer aber heute nicht einmal bis zum bisherigen Renteneintrittsalter von 65 Jahren durch. Rückenschmerzen sind dabei eine der häufigsten Ursachen für eine lang anhaltende, vorzeitige Arbeitsunfähigkeit und eine vorzeitige Berentung: Die Therapie ist Experten zufolge langdauernd – bei chronischem Verlauf können dies Monate und Jahre sein. Bei der Mehrheit der Rückenprobleme handelt es sich um funktionelle Störungen – meist um Verspannungen durch einen erhöhten Muskeltonus.

Endlich entspannt liegen
Als besonders belastend empfinden Betroffene nächtliche Schmerzzustände, die ein entspanntes Liegen nahezu unmöglich machen. So berichten etwa zwei Drittel der Patienten mit chronischen Rückenschmerzen von gestörtem Schlaf mit häufigem Aufwachen. Der Schlafmangel wiederum führt zu Erschöpfungszuständen, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen und beeinträchtigt damit den Genesungsprozess. Wenn frühzeitig Verspannungen gelöst und Schmerzen gelindert werden, kann sich eine gesunde, erholsame Nachtruhe rasch wieder einstellen. Bewährt hat sich bei verspannungsbedingten Rückenschmerzen etwa der Wirkstoff Methocarbamol. Er sorgt für schnelle Muskelentspannung, beeinträchtigt Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen nicht und macht nicht abhängig. Besonders patientenfreundliche Präparate wie DoloVisano Methocarbamol enthalten zudem keine Laktose und kein Gluten.

Sensibilisiertes Schmerzempfinden
Das frühzeitige Eingreifen bei anhaltenden Schmerzen kann das Risiko für chronische Beschwerden senken. Wissenschaftler des Klinikums „Rechts der Isar“ der Technischen Universität München (TUM) fanden heraus, dass sich das menschliche Schmerzzentrum an häufig auftretende Reize erinnern und sich die Reaktion darauf verändern kann. So bekamen im Rahmen einer Untersuchung 27 gesunde Studienteilnehmer nach einem Eingangs-MRT über elf Tage insgesamt fünf Minuten lang jeweils acht individuell angepasste schmerzhafte Hitzereize und acht Wärmereize am Unterarm verabreicht. Die Hälfte reagierte im Verlauf der Studie zunehmend sensibler auf den Schmerz. Bei ihnen konnte beim abschließenden MRT eine geringere Dichte in verschiedenen Bereichen der Hirnrinde als zu Anfang der Studie nachgewiesen werden. Dabei waren vor allem Gehirnstrukturen betroffen, die bei der Schmerzverarbeitung eine Rolle spielen. Die Probanden gewöhnten sich jedoch nicht an den Schmerz. Ähnlich verhält es sich bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen: Sie gewöhnen sich nicht an den Schmerz, sondern reagieren vielmehr zunehmend sensibel darauf und weisen bei Untersuchungen ähnliche Veränderungen im Gehirn auf.

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