Entscheidende Minuten

(djd). Wenn ein Kind schwer verunglückt oder sich verschluckt hat und zu ersticken droht, müssen Eltern oftmals sehr schnell reagieren, die ersten Minuten können entscheidend sein.

Verschlucken als häufigster Notfall

Der häufigste Notfall ist das Verschlucken von kleinen Gegenständen, der Fremdkörper gerät in die Luftröhre oder Lunge. Dr. med. Falko Panzer ist Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Mannheim: „Als Sofortmaßnahme beim Verschlucken sollte das Kind bäuchlings über das Knie gelegt werden, mit dem Kopf nach unten. Durch leichte Schläge auf den Rücken wird das Heraushusten unterstützt.“ Trete nach mehreren Schlägen kein Erfolg ein, müsse unmittelbar der Notarzt gerufen werden (einheitliche Rufnummer 112).

Setze die Atmung aus, müsse zudem sofort mit einer Atemspende begonnen werden. „Auch wenn das Kind selbst keine Luft mehr bekommt, kann man mit der Mund-zu-Mund-Beatmung ausreichend Sauerstoff am Fremdkörper vorbei in die Lunge pusten, bis der Notarzt kommt“, erläutert Dr. Panzer. Glimpflich verlaufen in der Regel solche Unfälle, bei denen die Kinder sich blutende Wunden zuziehen. „Man sollte als Sofortmaßnahme ein sauberes Tuch mehrere Minuten auf die Wunde drücken“, empfiehlt Panzer. Schlimmer seien größere Blutergüsse oder Beulen, insbesondere am Kopf. „Hier sollte der Kinderarzt oder die Klinik aufgesucht werden, um eine innere Blutung auszuschließen“, so Dr. Panzer.

Klinikkomfort nach Maß

Sollte wegen eines Unfalls oder einer Erkrankung ein Krankenhausaufenthalt nötig werden, wünschen sich die Eltern für ihre Sprösslinge Klinikkomfort nach Maß. Den können sich normalerweise aber nur Privatpatienten sichern, Kassenpatienten stehen meist deutlich schlechter da. Über eine stationäre Zusatzversicherung gelingt aber auch ihnen der Aufstieg in die First Class. Von den Ergo Direkt Versicherungen etwa gibt es eine Zusatzpolice, die neben der freien Klinikwahl vor allem die Chefarztbehandlung und ein Zweibettzimmer umfasst. Für ein zwölfjähriges Mädchen wird dafür ein Jahresbeitrag von 52,80 Euro fällig.

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