„Entscheidend ist auch, was nach dem Einkauf passiert“

(djd). Wenn es um Lebensmittel geht, sind seine Kunden häufig gut informiert – zumindest über die Inhaltsstoffe. Das Wissen über den richtigen Umgang mit Fleisch, Obst und Gemüse fehlt jedoch oft, so Patrick Grevenig (23). 2013 wurde er als Auszubildender „Deutschlands beste Nachwuchskraft im Handel“. Derzeit bildet er sich zum Handelsfachwirt weiter. Als Qualitätsbotschafter setzt er sich im Rahmen der EU-geförderten Kampagne „QS-live. Initiative Qualitätssicherung“ für mehr Klarheit in Sachen Lebensmittelsicherheit ein.

Herr Grevenig, worauf sollten Verbraucher beim Einkauf achten?

– Zunächst einmal auf das, was gleich ins Auge fällt. Die Obst- und Gemüseabteilung zum Beispiel ist das Aushängeschild eines Markts: Boden und Regale müssen sauber, die Ware ansprechend präsentiert sein. Obst und Gemüse sollten knackig sein und sortentypisch riechen – dann sind sie frisch. Zusätzlich kann man auf Produkte von regionalen Erzeugern achten. Häufig sind die Betriebe in der Region gut bekannt, und dank der kurzen Transportwege tut man gleichzeitig etwas für die Umwelt. Entscheidend ist aber auch, was nach dem Einkauf passiert.

Wie meinen Sie das?

– Viele Verbraucher wissen leider nicht, wie man Lebensmittel richtig lagert. Deswegen verderben sie schneller, so dass vieles weggeworfen werden muss. Das lässt sich vermeiden: Bei Fleisch gilt es, die Kühlkette einzuhalten, angefangen beim Transport nach Hause. Für den Fleischeinkauf empfehle ich, unbedingt eine Kühltasche mitzunehmen und das Fleisch zu Hause sofort im Kühlschrank zu verstauen.

Haben Sie auch einen Tipp zur Lagerung von Obst und Gemüse?

– Nicht nur einen – Qualitätssicherung und die richtige Lagerung sind schließlich ein wichtiger Teil meiner Ausbildung. Generell sollte man Gemüse wie Blumenkohl, Bohnen, Brokkoli, Gurken, Lauch, Kohl und Salat im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahren. Doch nicht alle Sorten sind dort gut aufgehoben: Für Kartoffeln etwa ist es zu feucht, und nachreifende Früchte wie Tomaten, Bananen oder Äpfel verlieren an Aroma.

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