Entfernung der Prostata: Die Folgen für Patienten

Patient im Gespräch

In der Medizin wird das operative Entfernen eines Organs als Ektomie bezeichnet. Der Eingriff ist häufig die letzte Therapiemöglichkeit, um weiteren gesundheitlichen Schaden von einem Patienten abzuwenden. Als Prostatektomie wird die Entfernung der gesamten Prostata und der Samenblasen bei einem Mann bezeichnet. Der Eingriff hat weitreichende Folgen für den Patienten.

Jede Operation an der Prostata verfolgt das Ziel, die Lebensqualität und Gesundheit eines Patienten zu erhalten und zu fördern. Warum dafür in manchen Fällen die Ektomie erforderlich ist und wie Männer ohne Prostata ein gutes Leben führen können, offenbart dieser Ratgeber.

Standard-Behandlung bei Krebs

Die komplette Entfernung des Organs wird als radikale Prostatektomie bezeichnet. Erforderlich ist dieser Eingriff bei einem lokal begrenzten Prostatakarzinom. Trotz guter Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten ist ein solcher Eingriff bei weit fortgeschrittener Erkrankung oftmals unausweichlich. Moderne Verfahren zur Früherkennung, etwa durch Bispezifischen Antikörper gegen Prostatakrebs, könnten solche Eingriffe in Zukunft seltener werden.

Bis es soweit ist, bleibt die radikale Prostatektomie meist die einzige Möglichkeit. Das Ziel der Entfernung des Organs ist die vollständige Entfernung des Tumors. Dahinter verbirgt sich das Ziel, eine Ausbreitung des Karzinoms auf andere Organe zu verhindern. Bei einer gutartigen Erkrankung wird die Kapsel der Prostata belassen. Handelt es sich hingegen um eine bösartige Diagnose, ist die radikale Ektomie erforderlich.

Die Folgen des Eingriffs

Unbehandelt führt ein Prostatakarzinom zu einer deutlich verkürzten Lebenserwartung. Keine Rolle spielt es dabei, ob es sich um einen gutartigen oder bösartigen Tumor in dem Organ handelt. Die Entfernung der Prostata hat das Ziel, die Lebenserwartung zu verlängern. Nach der Ektomie müssen betroffene Patienten mit langfristigen Folgen rechnen, das sind die Kontinenz und Potenz des Mannes. Inkontinenzprodukte für Männer sind nach einem Eingriff dauerhaft erforderlich.
Mit neuartigen Therapien und Hilfsmitteln lassen sich die Folgen der Entfernung mittlerweile gut behandeln. Der PeniMaster ist ein medizinischer Expander, der bei der Therapie zum Einsatz kommt. Bei dem Produkt handelt es sich um ein Medizinprodukt, dessen Wirkung in einer klinischen Studie in Großbritannien bestätigt wurde. Mit dem PeniMaster können die Folgen der Ektomie wirksam behandelt werden. Das betrifft im Zuge der Prostatektomie vor allem die zunehmende Potenzstörung beim Mann. Neben einem Wachstum des Penis sowie einer Vergrößerung der Eichel trägt das medizinische Produkt wesentlich dazu bei, die Erektion zu verbessern. Zum Einsatz kommt das Hilfsmittel auch bei der sogenannten Peyronie-Krankheit.

Folgen abhängig vom Patienten

Die langfristigen Folgen einer Prostatektomie überwiegen im Vergleich zu einer schweren Krebserkrankung mit deutlich verkürzter Lebenserwartung. Wie stark ein Patient von den Folgen belastet wird, hängt auch von seinen Lebensumständen ab. Je jünger ein Mann bei dem Eingriff ist, desto länger muss er mit dem Folgen leben. Vor allem die eingeschränkte Sexualfunktion stellt für die Betroffenen eine erhebliche psychische Belastung dar.

Ältere Männer nehmen die Einschränkungen oftmals weniger einschneidend wahr. Für einen 80-jährigen Mann ist eine Impotenz meist weniger dramatisch wie für einen 40-jährigen. Die Einnahme von Viagra hilft bei einer Impotenz infolge einer Prostatektomie nicht.

Wichtig für die Anschlussbehandlung ist eine psychologische Betreuung der Betroffenen. Sie sollten sich nicht schämen, ihre Erfahrungen und Ängste mit ausgebildeten Ärzten, Therapeuten und Psychologen zu besprechen. Die Bewältigung der Ängste ist hilfreicher als das Verdrängen.

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