Energiesparende und wohngesunde „Doppelhülle“

(djd). Ökologisch bauen und gesund wohnen: Diese Ziele stehen bei immer mehr Bauherren auf der Wunschliste für ihr Traumhaus ganz oben. Diesem Trend folgen die Eigenheimanbieter und bringen immer ausgefallenere Hauskonzepte mit alternativen Energien auf den Markt, die Nachhaltigkeit und Wohnkomfort versprechen. Doch nicht immer erfüllen diese Häuser tatsächlich das, was die Hersteller werbewirksam verheißen.

Ohne „Plastiktüte“ und „Beatmungsmaschine“

Das musste auch Klaus Becher aus Sankt Alban in der Pfalz feststellen. „Mein Haus sollte ein Beispiel sein für Visionen vom Wohnen und Leben im Einklang mit der Natur: gesund, natürlich, bequem, wartungsarm, umweltschonend, kostensparend und vor allem bezahlbar. Ich wollte frei und unabhängig sein von Gesundheitsrisiken, Technik sowie Heiz- und Wartungskosten“, erklärt der Diplom-Ingenieur. Zunächst dachte er an moderne Passiv- oder Niedrigenergiehäuser. „Deren Haushülle mit dichter Wärmedämmung gleicht aber einer Plastiktüte. Nur eine künstliche, mechanisch geregelte Lüftungsanlage kann die Feuchtigkeit aus dem Hausinnern transportieren und vor drohendem Schimmel bewahren. Diese Haustechnik verursacht Stress und Kosten, weil sie oft nicht funktioniert und regelmäßig gewartet werden muss“, weiß Klaus Becher. Zudem hatte er Angst vor den Bakterien und Schadstoffen, die sich in den Filtern und Luftkanälen dieser Anlagen bilden und in die Atemluft der Bewohner gelangen können.

Prima Klima im Haus

Der clevere Tüftler machte sich auf die Suche nach einer ebenso energiesparenden Alternativlösung und entwickelte das Bio-Solar-Haus, das dank seiner Mischbauweise aus verzinktem Stahl, Holz, Luft und Glas ganz ohne jegliche Dampfsperre auskommt. Gemäß dem Haus-in-Haus-Prinzip erwärmt ein teilweise verglastes Wetterschutzhaus durch das großzügig einfallende Tageslicht den Gebäudemantel des Innenhauses. Dieser ist zwar wärmegedämmt, aber diffusionsoffen, sodass der in den Wohnräumen entstehende Wasserdampf durch die Wände entweicht. Er kann, ohne zu Tauwasser zu kondensieren, in das Luftpolster zwischen Außen- und Innenhaus gelangen. Der natürliche Auftrieb führt ihn schließlich über das Dach ins Freie. „Selbst im kältesten Winter hält die Luftschicht zwischen Außen- und Innenhaushülle das Zuhause wie ein Mantel warm. Die Bewohner erzielen große Energieeinsparungen und genießen ein natürliches, gesundes Raumklima“, macht Becher deutlich. Auf kostenintensive, kurzlebige Technik kann dabei getrost verzichtet werden. Alle Informationen dazu gibt es unter http://www.bio-solar-haus.de nachzulesen.

Energiesparen dank der Kraft der Sonne

Doch nicht nur die Betriebskosten dieser intelligenten Weiterentwicklung des Passivhauses sind niedrig, auch die Ausgaben für Heizung und Warmwasser sind vergleichsweise gering, denn das Bio-Solar-Haus bezieht die wenige benötigte Energie kostenlos von der Sonne und regenerativ von preiswertem Holz. Ein Sonnenkollektor auf dem Dach leitet die Sonnenkraft an einen großen Warmwasserspeicher weiter. Liefert in der kalten Jahreszeit die Sonne einmal nicht genug Energie, erzeugt ein Holzofen die Wärme für den Pufferspeicher. So steht immer warmes Nass zum Duschen und Baden, aber auch Wasser für die Heizung bereit. Die Wandstrahlungsheizung wiederum verursacht keinerlei Luft- oder Staubaufwirbelungen und erwärmt die Bewohner so angenehm und wohltuend wie die Strahlen der Sonne. „Indem ich mich auf die Natur und ihre Gesetze besonnen habe, konnte ich ein Haus entwerfen, das ganz ohne komplizierte Technik auskommt, minimale Heiz- und Betriebskosten verursacht und die Gesundheit seiner Bewohner schützt“, lautet das zufriedene Fazit von Erfinder Klaus Becher.

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