Ekkehard Genth und Gert Hein zu Ehrenmitgliedern der DGRh ernannt

Der gebürtige Stuttgarter Ekkehard Genth hat nach dem Medizinstudium in Tübingen die internistische Facharztausbildung an der Universitätsklinik Tübingen, der Rheumaklinik Aachen und dem Marienhospital Aachen absolviert. 1986 erwarb er die Teilgebietsbezeichnung Rheumatologie und wurde 1987 an der medizinischen Fakultät der RWTH Aachen habilitiert, wo er von 1993 bis zu seiner Emeritierung Ende 2007 eine außerplanmäßige Professur innehatte. Von 1975 bis 1990 war er Leiter der Rheumaforschung und des Zentrallabors der Rheumaklinik Aachen, ab 1990 Leitender Arzt der Rheumaklinik und des Rheumaforschungsinstituts Aachen. Darüber hinaus war er bis 2007 auch Vorsitzender des Regionalen Kooperativen Rheumazentrums Aachen – Köln – Bonn.

Genth diente der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie seit 1986 in verschiedenen Funktionen, unter anderem als Beirat, Präsident und Generalsekretär der Gesellschaft. Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Kuratorium der Rheumaakademie GmbH und im Vorstand der Rheumastiftung. Genth ist Träger zahlreicher Auszeichnungen und Preise, unter anderem des Bruno-Schuler-Preises der DGRh, des Bundesverdienstkreuzes am Bande des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland und der Dr. Franziskus-Blondel-Medaille der Stadt Aachen.

„Ekkehard Genth ist ein stets an der Sache orientierter Teamplayer. Und mit diesem Gemeinschaftsgedanken hat er sich seit Jahrzehnten mit all seiner Kraft in den Dienst der DGRh gestellt. Dabei hat er nicht gefragt, was ihm die Übernahme einer Aufgabe persönlich einbringt oder ob er dafür gerade Zeit hat, sondern nur, ob damit für die Rheumatologie etwas bewegt werden kann. Die DGRh hat ihm unendlich viel zu verdanken“, sagt seine Laudatorin Prof. Angela Zink vom Deutschen Rheuma-Forschungszentrum Berlin.

Gert Hein absolvierte das Medizinstudium in Jena und erwarb dort 1975 den Facharzt für Innere Medizin und 1983 die Teilgebietsbezeichnung Rheumatologie. Nach seiner Habilitation über das Thema „Ätiopathogenetische Aspekte der Psoriasisarthritis“ 1989 übernahm er 1992 die Leitung des Funktionsbereichs Rheumatologie & Osteologie der Klinik für Innere Medizin und wurde 1997 zum Universitätsprofessor für Rheumatologie am Universitätsklinikum Jena berufen. Dort wirkte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2009. Sein wissenschaftliches Interesse, das sich in zahlreichen Publikationen und Vorträgen niederschlug, galt insbesondere den immunologischen Grundlagen rheumatischer Erkrankungen, der Psoriasis-Arthritis und dem Knochenstoffwechsel.

Nach der Wende organisierte er den letzten Kongress der Gesellschaft für Rheumatologie der DDR, der erstmals unter zahlreicher Beteiligung der DGRh in Gera abgehalten wurde. In den folgenden Jahren engagierte sich Hein in der DGRh, unter anderem als Sprecher der Kommission Osteologie und Delegierter der DGRh im Dachverband der osteologischen wissenschaftlichen Gesellschaften/DVO. Er war viele Jahre lang Mitglied im Vorstand der AG Deutscher Rheumazentren und bemühte sich ganz besonders um die Verbesserung der studentischen Ausbildung in der Rheumatologie.

„Geradlinig und offen, aber dabei immer bescheiden und freundlich, ein stiller Kämpfer für die rheumatologische Sache – ein würdiges Ehrenmitglied der DGRh“, so charakterisiert ihn sein Laudator, Prof. Bernhard Manger vom Universitätsklinikum Erlangen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie e.V. (DGRh) ist mit mehr als 1.400 Mitgliedern die größte medizinische Fachgesellschaft in Deutschland im Bereich der Rheumatologie. Sie repräsentiert seit mehr als 80 Jahren die rheumatologische Wissenschaft und Forschung und deren Entwicklung in Deutschland. Als gemeinnütziger Verein arbeitet die DGRh unabhängig und ohne Verfolgung wirtschaftlicher Ziele zum Nutzen der Allgemeinheit.

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