Eisenmangel bei Herzschwäche: Nur 4 Prozent werden behandelt

Nur ein Viertel der HI-Patienten erhielt eine differenzierte labordiagnostische Eisendiagnostik, trotz Teilnahme an einem entsprechenden Register. Die Diagnose eines Eisenmangels führt außerdem nur selten zum Beginn einer Eisentherapie, fand Dr. Wienbergen heraus.

Die positiven Effekte einer Eisentherapie auf Symptomatik und Belastbarkeit von HI-Patienten mit Eisenmangel wurde bereits in früheren Untersuchungen nachgewiesen.

Die aktuelle Herzinsuffizienz-Leitlinie der DGK empfiehlt „die intravenöse Infusionsbehandlung mit Eisen-Carboxymaltose bei Patienten mit persistierender Herzinsuffizienz trotz leitlinienkonformer Therapie und Eisenmangel.“ Die Substitution wird bei einem Eisen-Wert von unter 100 µg/L empfohlen. Die orale Eisensubstitution, so die Praxisleitlinie, sei „wegen gastrointestinaler Unverträglichkeit und teilweise geringer Resorption häufig nicht effizient.“

Quelle: V335 Diagnostik und Therapie von Eisenmangel bei Herzinsuffizienz: Unterversorgung im klinischen Alltag, Ergebnisse des RAID-HF Registers, H. Wienbergen, M. Hochadel, S. Michel, M. Böhm, T. Neumann, R. H. Strasser, W. von Scheidt, J. Senges, M. Pauschinger, R. Hambrecht,

Kontakt:
Pressesprecher der DGK
Prof. Dr. Eckart Fleck
E-Mail: presse@dgk.org

Während des Kongresses:
Kongress-Pressebüro: 0621 / 4106 – 5002
B & K Kommunikationsberatung: 0621 / 4106- 5005; Mobil: 0152 59359276
Büro Berlin: 030 / 700159676

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine gemeinnützige wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit mehr als 8200 Mitgliedern. Sie ist die älteste und größte kardiologische Gesellschaft in Europa. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder und die Erstellung von Leitlinien. Weitere Informationen unter

Scroll to Top