Einzigartiger Zugang zu optischen Analyseverfahren

Das Projekt ist besonders, weil Proben wie Blut, Urin, Speichel oder Gewebe nicht nur mit einer einzelnen Methode, sondern je nach Anforderung mit einer Kombination verschiedener Analyseverfahren untersucht werden können. Die Analyse von Proben mit sich ergänzenden Bildgebungsverfahren wird in der Grundlagenforschung und der medizinischen Diagnostik im Bereich der Infektions- oder Krebsforschung fundamental neue Möglichkeiten im Verständnis von Krankheitsprozessen und deren diagnostischer Nutzung erlauben, sind sich die Jenaer Wissenschaftler sicher.

„Das JBIL ist europaweit einmalig und stärkt den Standort Jena und seine Forschungsschwerpunkte Photonik und Infektionsforschung“, so Professor Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des IPHT und Leiter des Instituts für Physikalische Chemie der FSU. Lokalisiert sind die Geräte zur Bildgebung am UKJ, dem IPHT und dem Zentrum für Angewandte Forschung der FSU.

„Um die in Jena bereits etablierte interdisziplinäre Forschungsarbeit noch effizienter zu gestalten, müssen organisatorische Aspekte vereinheitlicht werden. Damit uns das gelingt, haben wir im JBIL alle relevanten Techniken unabhängig von ihrem Standort und ihrer Fakultätszugehörigkeit unter einem organisatorischen Dach mit gemeinsamer Verwaltung vereint,“ so Professor Ferdinand von Eggeling, der auf dem Gebiet der massenspektrometrischen Bildgebung an der FSU und am UKJ forscht.

Zu den Initiatoren des Zentrums gehören Professor Dr. Jürgen Popp, Professor Dr. Ferdinand von Eggeling sowie Professor Dr. Michael Bauer, Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am UKJ. Um die Kombination der Methoden von Anfang an auf den medizinischen Bedarf zuzuschneiden, werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Zentrums eng mit Medizinern des Universitätsklinikums Jena zusammenarbeiten. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit 460.000 Euro geförderte Zentrum steht Forschungsinstituten, Firmen und Universitäten für Fragestellungen rund um die biophotonische Analytik zur Verfügung.

Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien:
Das Leibniz-Institut für Photonische Technologien e.V. (IPHT) erforscht optische
Systemlösungen höchster Sensitivität und Selektivität für Fragestellungen aus den
Bereichen Medizin, Lebens- und Umweltwissenschaften. Die
Forschungsaktivitäten stehen unter dem Motto „Photonics for Life“. Dabei
versteht sich der hausinterne Forschungsschwerpunkt Biophotonik als Bindeglied
aller Forschungsaktivitäten am IPHT. Gemeinsam mit den internen
Forschungsschwerpunkten Faseroptik und Photonische Detektion werden neue
photonische Verfahren in anwendungsgerechte innovative Systeme gemäß dem
Motto „From Ideas to Instruments“ überführt. Hierbei setzt das IPHT auf seine
technologische Alleinstellung im Bereich der Mikro-/Nanotechnologie, der Fasersowie
der Systemtechnologie. Das IPHT trägt durch seine Methoden- und
Verfahrensforschung maßgeblich zum Fortschritt auf gesellschaftspolitisch
relevanten Gebieten bei.

Pressekontakt:
Britta Opfer
Telefon: +49 3641 206 033
E-Mail: britta.opfer@leibniz-ipht.de

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