Einstieg mit Köpfchen

(djd). Nach vielen Jahren Schule, Berufsausbildung oder vielleicht Studium starten in jedem Jahr bundesweit Zehntausende Absolventen in ihre erste Vollzeitbeschäftigung. Erstmals muss man sich nun Gedanken über die eigene finanzielle Absicherung machen.

Berufsunfähigkeitsversicherung für Einsteiger besonders wichtig

Wer eben erst eine neue Tätigkeit beginnt, denkt ungern daran, diese durch Krankheit oder Unfall nicht mehr ausüben zu können. „Mit Ausnahme von Arbeitsunfällen haben aber vor allem Berufseinsteiger keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente“, erläutert Melanie Schmergal vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR). Auch später reiche der gesetzliche Anspruch nicht aus. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sei daher für Berufseinsteiger besonders wichtig, da zu Beginn des Erwerbslebens selten ein ausreichendes finanzielles Polster vorhanden ist, um den Ausfall des Einkommens auszugleichen. „Zudem sind die Beiträge beim Abschluss in jungen Jahren oft günstiger“, betont Schmergal.

Schon beim Berufsstart an die Altersvorsorge denken

Die Leistungen aus der gesetzlichen Rentenversicherung werden allein nicht ausreichend sein, um den Lebensstandard im Alter zu sichern Wer schon beim Berufsstart an die Altersvorsorge denkt, kann aufgrund des Zinseszinseffekts über die lange Zeit bis zum Renteneintritt mit geringen Beträgen ein ordentliches Kapital aufbauen. Ein zentraler Baustein kann etwa die Riester-Rente sein. Werden in einen solchen Altersvorsorgevertrag Eigenbeiträge eingezahlt, so erhält man vom Staat bei Erfüllung der Voraussetzungen Zulagen und gegebenenfalls Steuervorteile.

„Für Berufsstarter gibt es einen besonderen Bonus: Wer im Jahr des Vertragsschlusses das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält zur jährlichen Grundzulage von 154 Euro noch eine einmalige Erhöhung um 200 Euro“, erläutert Melanie Schmergal. Eine Riester-Rente könne aber nur der Einstieg in die Altersvorsorge sein – angesichts der drohenden Versorgungslücke seien meist weitere Maßnahmen notwendig.

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