Einladung zur Pressekonferenz: Wer heilt hat recht?

Zeit: 21. bis 23. Januar 2010
Ort: Congress Center Leipzig
Seehausener Allee 1

Im Vorfeld des Tierärztekongresses laden wir herzlich zu einer Pressekonferenz ein, für die wir Fragestellungen ausgewählt haben, die auch für die Öffentlichkeit von Interesse sind. Renommierte Fachvertreter stehen Ihnen dafür zur Verfügung. Außerdem bieten wir Fotografen und bildgebenden Medien die Gelegenheit zu Fotos an, verbunden mit spannenden Experteninfos.

Zeit: 20.1. 2010, 11:00 Uhr
Ort: Hörsaal vor der Schmiede
(rechts vor dem Haupteingang zur Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig)
An den Tierkliniken

Themen und Referenten:

1. Anliegen und thematisches Spektrum des 5. Leipziger Tierärztekongresses
Prof. Dr. Gotthold Gäbel, Kongresspräsident und Direktor des Veterinärphysiologischen Institutes der Universität Leipzig, gibt einen Überblick über das breit gefächerte Angebot an Themen, die für die Tierärzte in ihren unterschiedlichen Wirkungsbereichen relevant sind. Mit über 2000 Besuchern hat sich der Kongress zur größten Fortbildungsveranstaltung für Tierärzte in Europa entwickelt.

2. Die Industrieausstellung – Bedeutung für Kongress und Region
Der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Martin Buhl-Wagner, erläutert die Bedeutung der Industrieausstellung als Informationsquelle für Tierärzte, als wirtschaftliches Standbein des Kongresses und als Imagegewinn für die Region.

3. Wie sicher sind unsere Lebensmittel heute? Sind Bio-Lebensmittel ein Garant für mehr Sicherheit?
Prof. Karsten Fehlhaber, Direktor des Instituts für Lebensmittelhygiene der Universität Leipzig, zieht Bilanz nach Überwinden der BSE-Krise und nach Einführung des harmonisierten EU-Lebensmittelhygienerechts. Er setzt sich auseinander mit Ursachen und Bekämpfung von Lebensmittelinfektionen und räumt mit dem weit verbreiteten Vorurteil auf, dass naturnahe, tiergerechtere Haltung der Nutztiere automatisch mit höherer Lebensmittelsicherheit einher geht.

4. Was muss ein Tierarzt heute wissen und wie kann er eingesetzt werden?
Gemeinhin im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankert ist der Tierarzt als Helfer in der Not für Hund und Katze und im Zuge der vielen Tierparksendungen für Zootiere. Was sich heute wirklich hinter dem Beruf eines Tierarztes verbirgt und was dementsprechend Eingang in das Veterinärmedizin-Studium finden muss, weiß Prof. Dr. Theodor Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer und Leiter der Veterinärabteilung im Landratsamt Eichstätt.

5. Hokuspokus in der Veterinärmedizin? Wie wirkt ein Placebo bei Herrchen und Hund?
Diese absichtlich ausgewählten provokativen Fragestellungen von Vorträgen der Auftaktveranstaltung "Wer heilt hat recht? Schulmedizin versus alternative Methoden" zeigen, wie kritisch sich Veterinärmediziner mit Homöopathie, Phytotherapie, und Akupunktur auseinandersetzen. Der Vorsitzende der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft und Direktor des Instituts für Virologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Prof. Dr. Volker Moennig, vertritt die Evidenz-basierte wissenschaftliche Tiermedizin und versucht herauszufinden, warum Herrchen und Frauchen immer öfter nach alternativen Methoden verlangen.

6. Braucht mein Haustier Schmerzmittel?
Quäle nie ein Tier zum Scherz, denn es fühlt wie du den Schmerz – dieses alte Sprichwort weist nachdrücklich darauf hin, dass Tiere schmerzempfindlich sind. Ob Operation, Rheuma oder Verletzung – Hund oder Katze leiden, wenn Ihnen Schmerzen zugefügt werden. Das muss nicht sein, erläutert Prof. Dr. Michele Alef von der Kleintierklinik der Universität Leipzig. Sie stellt Leitlinien und Behandlungsempfehlungen für ein professionelles Schmerzmanagement vor, weiß aber auch um die diesbezüglichen Probleme, mit denen sich Tierärzte tagtäglich in ihren Praxen auseinandersetzen müssen.

7. Viren – eine neue Bedrohung für die Menschheit?
Schweine- und Vogelgrippe haben in der letzten Zeit für Schlagzeilen gesorgt. Krankheitserreger, die lange Zeit nur an Tieren beobachtet wurden, erwiesen sich als auch für den Menschen bedrohlich. Das provoziert Ängste, die erst vergehen, wenn das Virus offenbar genauso schnell wieder verschwindet, wie es gekommen ist. Prof. Dr. Uwe Truyen, Direktor des Instituts für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen der Universität Leipzig, beschäftigt sich von Berufs wegen mit Tierseuchen. Er erklärt anhand der Schweinegrippe, warum Viren für Mensch und Tier so gefährlich werden können und wie man am besten damit umgeht.

Fototermin:

Nach der Pressekonferenz, nach 12:00 bzw. 12:30 Uhr, bieten wir zwei Termine für Fotografen und bildgebende Medien an:

1. Maleriaerreger im Vogelblut – Zeichen für den Klimawandel?
Die Direktorin der Klinik für Vögel und Reptilien, Prof. Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns, lädt in ihr Labor ein. Ihr Mitarbeiter Dr. Volker Schmidt entnimmt einem Vogel Blut, präpariert es und legt es unter ein Mikroskop. Auf dem Bildschirm oder am Mikroskop selbst können dann die Erreger, fachsprachlich Plasmodium falciparum, erkannt werden. Dr. Schmidt legt dar, warum das Auftreten des tückischen Erregers ein Hinweis auf den fortschreitenden Klimawandel sein kann.

2. Einmalig an deutscher Universitätstierklinik: Neuer Computer-Tomograf für Großtiere
Gerade neu aufgestellt wurde an der Chirurgischen Tierklinik ein Computertomograf für Großtiere. Hier können zukünftig die Tiere im Stehen untersucht werden. Der Direktor der Klinik, Prof. Dr. Walter Brehm führt eine Reise in das Innere eines Pferdekopfes an dem neuen Gerät vor.

Bitten teilen Sie uns mit, ob Sie an unserer Pressekonferenz teilnehmen:
Telefon: 0341 97 35 020
Fax: 0341 97 35 029
Mail: adams@uni-leipzig.de
(idw, 01/2010)

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