Einladung zur Pressekonferenz in der Uniklinik Ulm: Asthmaspray als Dopingmittel?

Ort und Zeit der Pressekonferenz:

Universitätsklinikum Ulm
Albert-Einstein-Allee 29
89081 Ulm
Raum 008 im Erdgeschoss
12. September 2019 um 10.30 Uhr

Thema: Asthmaspray als Dopingmittel? Auf diese Frage soll eine neue Studie der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin des Universitätsklinikums Ulm, die in diesem Jahr durchgeführt wird, Antworten geben.

Ihre Ansprechpartner werden sein:

• Prof. Dr. Jürgen M. Steinacker, Ärztlicher Leiter der Sektion Sport- und Rehabilitationsmedizin am Universitätsklinikum Ulm und Leiter der Studie

sowie die Kooperationspartner*innen des Studienprojektes aus Berlin und Köln
• Prof. Dr. Maria Parr, Professorin für Pharmazeutische und Medizinische Chemie, Schwerpunkt Pharmazeutische Analytik, Freie Universität Berlin, Institut für Pharmazie
• Prof. Dr. Patrick Diel, Professor für molekulare Endokrinologie, Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin

Prof. Dr. Maria Parr (Freie Universität Berlin) und Prof. Patrick Diel (Deutsche Sporthochschule Köln) werden anhand ihrer erfolgreichen Studie zur Substanz Ecdysteron – ein sogenanntes Phytosteroid – aufzeigen, wie neue wissenschaftliche Studien einen Leistungsvorteil im Spitzensport durch kommerziell erhältliche Nahrungsergänzungsmittel sowie Medikamente aufzeigen können. Durch wissenschaftlich fundierte Prüfungen konnte nachgewiesen werden, dass die aus Spinat extrahierte Substanz Ecdysteron starke anabole Effekte auf Muskelzellen ausübt, die einen unfairen Kraftvorteil und Leistungsvorteil erbringen können. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher, darunter Prof. Parr und Prof. Diel , schlugen der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) daraufhin vor, die Aufnahme der Substanz in die Liste der verbotenen Substanzen zu prüfen.
Die nun in der Ulmer Sportmedizin federführend geleitete und von der WADA geförderte Studie zu dem Einsatz von ß-2-Agonisten (Asthmaspray) auf die physiologische und muskuläre Leistungsfähigkeit soll nun ebenso dazu beitragen, Athlet*innen zu schützen und der WADA zu helfen, die Wirksamkeit von Asthmamedikamenten im Spitzensport neu einzuschätzen und zu bewerten.

Im Universitätsklinikum Ulm werden jährlich rund 50.000 Patient*innen stationär behandelt. Hinzu kommen knapp 300.000 ambulante Quartalsfälle. Rund 6.000 Mitarbeiter*innen leisten an den Standorten des Klinikums universitäre Spitzenmedizin. Mit 29 Kliniken und 15 Instituten bietet das Universitätsklinikum den Patient*innen eine stationäre und ambulante Krankenversorgung auf höchstem Niveau. Das Universitätsklinikum Ulm verfügt über 1.200 Betten und ist das größte Klinikum zwischen Ost-Württemberg, Schwäbischer Alb, Bodensee und Allgäu. An der Ulmer Universität absolvieren etwa 2400 Studierende zurzeit ein humanmedizinisches- oder zahnmedizinisches Studium. Das Universitätsklinikum Ulm ist eines von vier Universitätsklinika in Baden-Württemberg.

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