Einladung zum Pressegespräch am 25. Mai, 13.00 Uhr, am Universitätsklinikum Jena

Jena. Kein anderer Bereich steht so für die moderne Hochleistungsmedizin wie die Intensivstationen. Hier erleben Patienten und vor allem Angehörige besonders deutlich, in welchem Spannungsfeld zwischen Apparatemedizin und menschlicher Zuwendung sich ärztliche und pflegerische Betreuung heute oft bewegen.
Über 5500 Patienten werden jährlich auf den Intensivstationen des UKJ versorgt, darunter auch Neugeborene und Kinder. Die Mediziner kämpfen dabei mit allen Mitteln der modernen Medizin um das Überleben der schwerkranken Patienten, Tage- und manchmal Wochenlang. Eine Zeit, die von allen Beteiligten, den Familienangehörigen und den Mitarbeitern der Klinik, als sehr intensiv empfunden wird. Ganz besonders natürlich dann, wenn es sich um kleine und kleinste Patienten in der Neonatologie und Kinderklinik handelt.
Für die Ärzte und Pflegenden endet diese Zeit scheinbar ohne sichtbare Erfolge. Denn der Patient verlässt die Intensivstation, um an anderen Orten weiter zu genesen. Der Kontakt zu den Ärzten und Pflegefachkräften der Intensivstation endet damit. Nur in Ausnahmefällen können sie auch am Erfolg ihrer Arbeit teilhaben und miterleben, wie sich der Patient erholt.
Um dies zu ändern und den Mitarbeitern der intensivmedizinischen Bereiche eine besondere Form der Rückmeldung über ihre Arbeit geben zu können, haben die Intensivmediziner am Universitätsklinikum Jena vor zwei Jahren den Tag des Intensivpatienten ins Leben gerufen.
Dieser Tag, der am 25. Mai 2010 zum zweiten Mal begangen wird, soll ehemaligen Patienten und Mitarbeitern der Intensivstationen eine Gelegenheit zu einer Begegnung außerhalb des Klinikalltags geben. „Auf diese Weise direkt zu erleben, dass sich die Anstrengungen gelohnt haben, ist enorm wichtig für die Motivation unserer Mitarbeiter“, ist Prof. Dr. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Jena, überzeugt.
Obwohl die moderne Intensivmedizin oft als Apparatemedizin dargestellt wird, geht es hier doch immer vor allem um Menschen, die täglich in einem emotional sehr anstrengenden Bereich eine verantwortungsvolle Arbeit leisten, betont Prof. Reinhart. „Wir möchten mit diesem Tag dazu betragen, dies zu würdigen und den Menschen die Angst vor einer unpersönlichen Gerätemedizin zu nehmen.“

Um Ihnen das Anliegen des Tages des Intensivpatienten und die Arbeit auf den Intensivstationen des UKJ vorzustellen, möchten wir Sie herzlich einladen zu einem

Pressegespräch

am 25. Mai 2010
13.00 Uhr

im Universitätsklinikum Jena-Lobeda, Erlanger Allee 101
in der Bibliothek der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin

Ihre Gesprächspartner sind:

– Prof. Dr. Konrad Reinhart, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin
– Prof. Dr. James F. Beck, Direktor der Klinik der Kinder- und Jugendmedizin
– OA Dr. Martin Breuer, Leitender Oberarzt der Klinik für Herzchirurgie
– Sebastian Sänger, Empfänger einer Lungentransplantation

Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie teilnehmen können, unter presse@med.uni-jena.de oder Tel. 03641/934382.
(idw, 05/2010)

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