Einladung zum Pressegespräch am 19.5.2017: Erster Kurs zur Terror- und Katastrophen-Chirurgie

Die deutsche Unfallchirurgie ist auf einen Massenanfall von Verletzten (MANV), wie beispielsweise eine Massenkarambolage auf der Autobahn, gut vorbereitet. Anders ist es bei einem MANV im Terrorfall (TerrorMANV): Unkalkulierbare Gefahrensituationen am Ort des Geschehens und schwere Verletzungsmuster, wie komplexe Schuss- und Explosionsverletzungen, sowie die hohe Anzahl hochgradig lebensgefährlich Verletzter an möglicherweise mehreren Orten zu verschiedenen Zeitpunkten stellen Rettungskräfte, Notärzte und die Kliniken im TraumaNetzwerk DGU® nicht nur vor organisatorische, sondern auch vor neue medizinische als auch taktisch-strategische Herausforderungen.

Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) kümmert sich als betroffene medizinische Fachgesellschaft in Deutschland darum, dass das nötige Wissen zur medizinischen Versorgung von Terroropfern strukturiert zusammengetragen und nutzbar gemacht wird. Sie hat dazu im engen Schulterschluss mit dem Sanitätsdienst der Bundeswehr bereits im September 2016 einen 5-Punkte-Plan vorgelegt.

Teil dieses 5-Punkte-Plans sind spezielle Ausbildungsformate für Chirurgen zum Vorgehen bei einem TerrorMANV. Nach einer Pilotphase startet die DGU jetzt bundesweit das neue Kursformat mit dem Titel „Terror and Disaster Surgical Care“ (TDSC®). Hochrangige Teams aus zivilen Chirurgen und Experten der Bundeswehr vermitteln Unfallchirurgen und anderen Fachkollegen Grundlagenkenntnisse für den Ernstfall nach Terroranschlägen zur Behandlung von Terroropfern mit Schuss- und Explosionsverletzungen. Zudem werden die Teilnehmer im taktisch-strategischen Denken geschult.

DGU-Experten stellen die Inhalte des neuen TDSC®-Kurses bei einem Pressegespräch erstmalig vor und bieten Medienvertretern Zugang zum ersten TSDC®-Kurs in Frankfurt am Main.

Das Pressegespräch findet statt am
Freitag, den 19. Mai 2017, 9:00 – 9:45 Uhr
Universitätsklinikum Frankfurt
Haus 10A, 3.OG, Raum 314
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main

Für Medienvertreter ist ein Einblick in den ersten Kurs „Terror and Disaster Surgical Care“ möglich:
Freitag, den 19. Mai 2017, 10:00 – 11.30 Uhr
Universitätsklinikum Frankfurt
Haus 10A, 2.OG
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main

Es sprechen zu folgenden Themen:
1. Status quo 5-Punkte-Plan: Wie gut sind wir für die Versorgung von Schwerverletzten nach einem Terroranschlag gerüstet?
Professor Dr. Ingo Marzi, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU);
Direktor der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt am Main

2. Das Umdenken in der Terrorlage lernen: Unfallchirurgen starten bundesweite Kurse zur Terror- und Katastrophen-Chirurgie
Professor Dr. Benedikt Friemert, Oberstarzt, Leiter der AG Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie der DGU; Klinischer Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, Rekonstruktive und Septische Chirurgie, Sporttraumatologie, Bundeswehrkrankenhaus Ulm

3. DGU und Bundeswehr im Schulterschluss: Welche Partner wir noch benötigen
Professor Dr. Dr. Reinhard Hoffmann, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU); Ärztlicher Direktor der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik (BGU) Frankfurt am Main

Moderation: Susanne Herda, DGU-Pressestelle

Akkreditierung und Kontakt:
Susanne Herda, Swetlana Meier
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: 030/340 60 36 -06 oder -16
E-Mail: presse@dgou.de

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