Einladung zum 8. Internationalen Hodgkin-Symposium in Köln

Alle drei Jahre organisiert die Deutsche Hodgkin Studiengruppe (DHSG) unter der Leitung von Prof. Dr. med. Andreas Engert (Uniklink Köln) diesen weltweit größten interdisziplinären Kongress zum Hodgkin Lymphom. Auch in diesem Jahr werden rund 800 Internisten, Pathologen, Nuklearmediziner, Radiologen und Radioonkologen aus aller Welt in Köln erwartet. Ein besonderer Höhepunkt der Eröffnungszeremonie am Sonntagabend wird der Vortrag des Medizin-Nobelpreisträgers Prof. Dr. Harald zur Hausen sein, der über die Rolle von Virusinfektionen bei der Entstehung des Hodgkin Lymphoms sprechen wird.

Das Hodgkin Lymphom (früher auch Morbus Hodgkin oder Lymphogranulomatose genannt) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, die unbehandelt zum Tod des Patienten führt. In den letzten Jahrzehnten ist es gelungen, weit über 80 Prozent der Hodgkin-Patienten von ihrer Krebserkrankung zu heilen – oft jedoch mit erheblichen Nebenwirkungen und Spätfolgen aufgrund der Chemotherapie. "Im Mittelpunkt zukünftiger Anstrengungen steht die Weiterentwicklung von sogenannten ‚Targeted Drugs‘ – das sind zielgerichtete Therapien mit neuartigen Medikamenten, die gesunde von krebskranken Zellen unterscheiden können und ganz gezielt das unkontrollierte Zellwachstum spezifischer Tumorzellen angreifen", fasst Andreas Engert den Fokus der Hodgkin Lymphom-Forschung in den nächsten Jahrzehnten zusammen. Von den neuen, individualisierten Therapiekonzepten könnten auch ältere Patienten und Rezidivpatienten profitieren, deren Heilungschancen bislang nicht so gut sind. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in den nächsten Jahren zunehmend von der Chemotherapie wegkommen, die wahllos alle teilungsaktiven Zellen angreift", so Engert.

Die Hauptthemen des wissenschaftlichen Kongresses auf einen Blick:

– Neue Aspekte der Biologie des Hodgkin Lymphoms
– Molekulare Pathologie
– Prognostische Bedeutung der funktionellen Bildgebung (PET)
– Internationale Therapieoptimierungsstudien
– Innovative Therapieformen
– Survivorship

Über 15.000 Patienten haben mit ihrer Teilnahme an einer der Hodgkin Studien ganz wesentlich zur Verbesserung der Behandlung des Hodgkin Lymphoms beigetragen. "Viele Patienten von heute profitieren bereits davon", bedankt sich Andreas Engert bei allen ehemaligen Patienten der Hodgkin Studiengruppe. "Doch viele Themen, wie anhaltende Erschöpfung, Kinderwunsch, Nachsorgeuntersuchungen, Risiko von Zweittumoren, aber auch finanzielle Aspekte wie Minderung der Erwerbstätigkeit, Kredite und Versicherungen werden erst nach dem Ende der Akutbehandlung relevant – sie werden von uns auf diesem Patiententag aufgegriffen", so Engert.

Zentrale Themen des Patiententages:

– Entwicklung der Therapie
– Lebensqualität und Fatigue
– Sexualität, Hormonmangel und Fruchtbarkeit

Das Programm zum wissenschaftlichen Teil und Einzelheiten zur Anmeldung finden sich im Internet unter <www.hodgkinsymposium.org>. Für weitere Informationen zum Patiententag steht die Internetseite <www.hodgkin-patiententag.org> zur Verfügung. Informationen zu aktuellen Studienkonzepten der Deutschen Hodgkin Studiengruppe gibt es unter <www.ghsg.org> und unter <www.lymphome.de>.

Ansprechpartner für das 8. Internationale Hodgkin-Symposium:

Prof. Dr. Andreas Engert
Klinik I für Innere Medizin
Uniklinik Köln
D-50924 Köln
Tel. +49 (0)221 478-5966
Fax: +49 (0)221 478-3778
E-Mail: <a.engert@uni-koeln.de>

Ansprechpartnerin für die Presse:

Silke Hellmich
Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V.
Uniklinik Köln
D-50924 Köln
Tel.: +49 (0)221 478-7405
Fax: +49 (0)221 478-7406
E-Mail: <silke.hellmich@uk-koeln.de>
Internet: <www.lymphome.de>

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Die Deutsche Hodgkin Studiengruppe ist Mitglied im Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V., einem Zusammenschluss führender deutscher Lymphom-Studiengruppen und Versorgungseinrichtungen. Die Kooperation trägt dazu bei, die Kommunikation und den Wissenstransfer zwischen Wissenschaftlern, Ärzten und Betroffenen zu verbessern und neue Ergebnisse aus der Forschung schnellstmöglich in die Patientenversorgung zu überführen. Auch Patienten und Selbsthilfeverbände sind eingebunden, so dass ihre Fragen und Bedürfnisse in die Gestaltung der Forschungsprojekte einfließen. Das Kompetenznetz Maligne Lymphome e.V. ist eines von inzwischen 21 Kompetenznetzen in der Medizin und wurde zwischen 1999 und 2009 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
(idw, 09/2010)

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