Einladung: Pressekonferenz am 26.09.18 in Berlin zur Vorstellung des Weißbuchs Alterstraumatologie

Frakturen älterer Menschen über 65 Jahre (Alterstraumatologie) spielen eine immer wichtigere Rolle in der Notfallversorgung und damit in der Unfallchirurgie. Die Hüftfraktur, auch Oberschenkelhalsbruch genannt, ist die mit Abstand am häufigsten im Krankenhaus behandelte Fraktur. Die Sterblichkeit nach diesem Knochenbruch ist erheblich, viele Patienten verlieren ihre Selbstständigkeit und müssen in eine Pflegeeinrichtung einziehen. Um dieser medizinischen, sozialen und ökonomischen Herausforderung zu begegnen und die Versorgung zu verbessern, entstehen zunehmend Kooperationen, bei denen Unfallchirurgen und Geriater vertrauensvoll zusammenarbeiten und eine strukturierte und vor allem interdisziplinäre Therapie anbieten.

Dass sich die Sterblichkeit mit dieser Form der Zusammenarbeit deutlich senken lässt, belegen nun aktuelle Ergebnisse der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen“ (PROFinD), die auf der Pressekonferenz präsentiert werden. Zudem wird das gerade erschienene Weißbuch Alterstraumatologie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: Es enthält die nationalen Empfehlungen von Unfallchirurgen der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) und Geriatern der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) für die Therapie von Verletzungen im Alter.

DGU und DGG fordern, diese Erkenntnisse in ganz Deutschland zügig und flächendeckend umzusetzen. Die DGU unterstützt das mit ihrem Zertifizierungsverfahren AltersTraumaZentrum DGU®, das ebenfalls vorgestellt wird.

Die ehemalige Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit, Frau Professor Ursula Lehr, und Stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) geht auf die medizinische Versorgung im hohen Alter aus Sicht von Senioren ein.

Es sprechen zu folgenden Themen:

Begrüßung und
1. Zahlen und Fakten: Gesellschaftliche und ökonomische Relevanz der Alterstraumatologie

Professor Dr. Joachim Windolf
DGU-Präsident und
Direktor der Klinik für Unfall- und Handchirurgie der Universitätsklinik Düsseldorf

Professor Dr. Jürgen M. Bauer
Präsident der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie e.V. (DGG) und
Ärztlicher Direktor des Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg

2. Geriater und Unfallchirurgen senken die Sterblichkeit bei Hüftbrüchen durch ihre enge Zusammenarbeit: Vorstellung der Ergebnisse der Studie „Prävention, Therapie und Rehabilitation osteoporotischer Frakturen in benachteiligten Populationen (PROFinD)“

Professor Dr. Clemens Becker
Chefarzt der Abteilung für Geriatrie, Alterstraumatologisches Zentrum und Klinik für Geriatrische Rehabilitation des Robert-Bosch-Krankenhauses Stuttgart.

3. Rasch operieren, schnell mobilisieren, gefährliche Medikamentenkombination und das Delir vermeiden sowie die Therapiequalität messbar machen: Vorstellung des Weißbuchs Alterstraumatologie, Initiative AltersTraumaZentrum DGU® und AltersTraumaRegister DGU®

Professor Dr. Ulrich Liener
Leiter der DGU-Arbeitsgemeinschaft Alterstraumatologie und Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Marienhospital Stuttgart

4. Gesund altern und die Selbstständigkeit erhalten: Alterstraumatologie in die Regelversorgung integrieren

Frau Prof. Ursula Lehr
Bundesministerin für Jugend, Familie, Frauen und Gesundheit a.D.
stellvertretende Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO)

Akkreditierung für die Pressekonferenz:

Susanne Herda und Swetlana Meier
Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU)
Straße des 17. Juni 106-108, 10623 Berlin
Telefon: 030/340 60 36 -06 oder -16
E-Mail: presse@dgou.de

Torben Brinkema
i. A. der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG)
Pressesprecher
medXmedia Consulting KG
Nymphenburger Str. 19
80335 München
Tel.: 089/230 69 60 21
E-Mail: presse@dggeriatrie.de

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