Einführung der telemedizinischen Sprechstunde

Das neue Angebot wird die klassische vor Ort Beratung der Bediensteten nicht ersetzen, sondern möglichst effizient ergänzen, sagt Stephan Letzel, Direktor des Instituts für Lehrergesundheit. Dadurch sollen zukünftig auch Bedienstete erreicht werden, die bislang aus persönlichen Gründen oder räumlicher Distanz keine Beratung durch das IfL in Anspruch genommen haben.

Insbesondere bei Wiederholungsterminen, wie z. B. im Rahmen der betrieblichen Wiedereingliederung von Lehrkräften und Pädagogischen Fachkräften nach längerer krankheitsbedingter Dienstunfähigkeit, kann die telemedizinische Sprechstunde als ressourcenschonende Alternative zur normalen betriebsärztlichen Sprechstunde am IfL oder an der Schule dienen. Neben der Beratung zu individuellen, persönlichen medizinischen oder psychologischen Fragen eröffnet der Einsatz der webbasierten Kommunikationstechnologie die Möglichkeiten zur zeitgleichen Interaktion mit mehreren Gesprächspartnern. Ein Anwendungsfall hierfür stellt die Durchführung von Onlinekonferenzen zwischen Schulleitungen, Schulträgern, Betriebsarzt und Sicherheitsingenieur bei der Gefährdungsbeurteilung an einer Schule dar.

Und so funktioniert das neue Beratungsangebot: Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist die Verfügbarkeit eines PC, Notebook, Tablet oder Smartphone mit einer Verbindung zum Internet und einer handelsüblichen Webcam, welche in den meisten Endgeräten ohnehin fest verbaut ist.
Der Zugang zur telemedizinischen Sprechstunde ist mit einem individuellen Passwort gesichert, welches interessierten Bediensteten nach Terminvereinbarung per Email zugesendet wird. Zum vereinbarten Sprechstundentermin loggt sich die / der Bedienstete über die Webseite des Instituts für Lehrergesundheit ein. Vor dem Beratungsgespräch entscheidet die / der Bedienstete, ob sie / er ein Videobild via Webcam senden möchte oder nicht. Im Anschluss daran beginnt die Sprechstunde mit einem Arzt, Psychologen und/oder Sicherheitsingenieur des IfL. Die Kommunikation erfolgt SSL-verschlüsselt direkt über den Webbrowser, eine Installation zusätzlicher Programme oder besondere IT-Kenntnisse sind
nicht notwendig.

Verbunden mit dem Ziel der Etablierung und der kontinuierlichen Verbesserung des neuen Beratungszugangs wird die telemedizinische Sprechstunde fortlaufend evaluiert. Neben Aspekten der Akzeptanz und Zufriedenheit von Teilnehmern wird auch untersucht, ob es schulart-, geschlechts- alters- oder krankheitsspezifische Unterschiede in der Nutzung des telemedizinischen Angebots gibt. Die Teilnahme an der Evaluation ist freiwillig und keine Voraussetzung für die Durchführung der Sprechstunde. Das Verfahren wurde mit der Datenschutzbeauftragten der Universitätsmedizin Mainz abgestimmt.

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