Eine Mehrheit will die Frauenquote

(djd). Eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote für Aufsichtsräte wird es in Deutschland vorläufig nicht geben. Am 18. April lehnte der Bundestag einen entsprechenden Gesetzentwurf des Bundesrats, der eine solche Quote für börsennotierte Unternehmen schrittweise einführen wollte, mit den Stimmen der Regierungskoalition ab. 2023 hätten dem ursprünglichen Antrag zufolge Frauen 40 Prozent der Positionen in Aufsichts- und Verwaltungsräten großer Unternehmen einnehmen sollen. Bis auf weiteres setzt die Politik somit nun auf freiwillige Regelungen in den Unternehmen.

Aber wie steht die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland zur Frauenquote? Dieser Frage ging eine aktuelle Arbeitnehmerbefragung im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers nach, interviewt wurden Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen. Das Ergebnis: 56 Prozent der befragten Arbeitnehmer halten eine gesetzliche Regelung durch eine Frauenquote für sinnvoll, um für mehr Fairness und ein besseres Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in den Führungsetagen zu sorgen. Petra Timm, Director Communications bei Randstad: „Wenn es nach den Befragten geht, scheinen sie sich in puncto Karriere allein auf Know-how und Motivation nicht verlassen zu können.“ Auf die Frage, ob Frauen es schwerer haben, auf einen Managerposten befördert zu werden, antworteten 78 Prozent der Befragten mit „Ja“.

Petra Timm sieht dies als eindeutiges Stimmungsbild und Denkanstoß für Arbeitgeber, das Potenzial ihrer weiblichen Angestellten besser zu nutzen. 40 Prozent der Arbeitnehmer sind der Umfrage zufolge sogar der Meinung, dass Frauen generell besser für Führungsaufgaben geeignet sind als Männer.

Die dargestellten Ergebnisse stammen aus einer Onlineumfrage im Rahmen des weltweit in 32 Ländern vierteljährlich durchgeführten Randstad Arbeitsbarometers. In Deutschland wurden 405 Beschäftigte aus unterschiedlichen Branchen befragt.

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