Eine führende Persönlichkeit der Universitätsmedizin und erfolgreiche Klinikmanagerin

Dass Frauen die wirtschaftlichen und unternehmerischen Geschicke eines Uniklinikums leiten, ist heute keine Seltenheit mehr. Als Irmtraut Gürkan dieses Amt 1990 erstmals am Universitätsklinikum Frankfurt antrat, war es noch die Ausnahme. Die Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg blickt heute auf fast 22 Jahre erfolgreicher Tätigkeit in dieser Position zurück und gehört zu den führenden Persönlichkeiten der Universitätsmedizin in Deutschland. Am 1. Oktober 2012 feiert sie ihren 60. Geburtstag.

„Frau Gürkan gehört zu den erfolgreichsten Klinikmanagerinnen und -managern in Deutschland. Das zeigt die Spitzenstellung im deutschlandweiten Vergleich, die das Universitätsklinikum Heidelberg einnimmt“, erklärt die Vorsitzende des Aufsichtsrates des Universitätsklinikums Heidelberg, Dr. Simone Schwanitz, Ministerialdirektorin des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. „Frau Gürkan ist Garantin für die wirtschaftliche Stabilität des Klinikums, aber auch für unternehmerischen Mut, der in Zeiten des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Klinikmarkt erforderlich ist.“

Die gebürtige Nordhessin Irmtraut Gürkan studierte Volkswirtschaft in Göttingen. Bereits während des Studiums galt ihr Interesse dem Gesundheitswesen und dem Krankenhaus. Nach zweijähriger Tätigkeit bei der AOK Frankfurt wechselte sie in die Leitung der Finanzabteilung des Universitätsklinikums Frankfurt, wo sie 1984 stellvertretende Verwaltungsdirektorin wurde. In dieser Zeit wurden ihre beiden Töchter geboren. 1990 übernahm sie die Verwaltungsdirektion am Uniklinikum Frankfurt, 2003 die kaufmännische Direktion das Universitätsklinikums Heidelberg. Sie ist Mitglied im Medizinausschuss des deutschen und österreichischen Wissenschaftsrates und gehört mehreren Aufsichtsgremien an, u.a. der RWTH Aachen und des Universitätsspitals Basel.

Seit 2003 Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg
In Heidelberg arbeitete sie als Kaufmännische Direktorin und stellvertretende Vorstandsvorsitzende in ihren beiden Amtsperioden, die im März 2012 um weitere fünf Jahre verlängert wurden, mit den Leitenden Ärztlichen Direktoren Prof. Dr. Eike Martin (bis 2007), Prof. Dr. Rüdiger Siewert (2007-2012) und seit Juni 2012 mit Prof. Dr. Guido Adler zusammen.

Das Heidelberger Uniklinikum ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gewachsen, u.a. durch die Integration der vormals eigenständigen Orthopädischen Klinik und der Thoraxklinik, und hat heute rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach der Charité in Berlin und der LMU München ist es das größte Universitätsklinikum in Deutschland und nimmt klinisch wie wissenschaftlich eine Spitzenposition ein. In den vergangenen zehn Jahren konnten zudem die Leistungen in der Krankenversorgung um 40 Prozent gesteigert werden – eine Voraussetzung für die wirtschaftliche Stabilität des Klinikums bei wachsendem Kostendruck.

Durch stete Bautätigkeit wurde die Basis für eine moderne, effiziente Patientenversorgung mit hoher Qualität gelegt: So wurden der Neubau der Medizinischen Klinik, der Kinderklinik, des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen und des Pathologischen Instituts eröffnet; die Inbetriebnahme der neuen Haut-und Frauenklinik steht für 2013 an. Der „Heidelberger Klinikring“ wird voraussichtlich 2017 mit dem Neubau der Chirurgischen Klinik geschlossen werden.

Höhepunkt: Eröffnung des Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums HIT 2009

Ein Höhepunkt der Amtszeit Irmtraut Gürkans war die Eröffnung des weltweit einmaligen Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrums HIT im Jahr 2009, bei dem das Klinikum mit unternehmerischem Mut die Hälfte der Investitionskosten von 119 Millionen Euro aufgebracht hat. Bislang konnten dort mehr als 1.000 Patienten mit der innovativen Strahlentherapie behandelt werden; die Anlage läuft kostendeckend.

Wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen und medizinischen Erfolg des Uniklinikums ist zudem die gute Zusammenarbeit mit den Partnern in der Region. Mit insgesamt 12 kooperierenden Kliniken formt das Uniklinikum ein Netzwerk, das den Patienten in der Rhein-Neckar-Region eine abgestimmte Krankenversorgung bietet.

„Die Universitätsmedizin stellt eine besonders reizvolle unternehmerische Herausforderung dar“, erklärt Irmtraut Gürkan. Einerseits gelte es, den immer schwierigeren ökonomischen Rahmenbedingungen für Kliniken im Gesundheitswesen gerecht zu werden, andererseits den hohen Anforderungen bei der Versorgung schwerkranker Patienten sowie der Spitzenforschung und guten Lehre. Diesen Herausforderungen wird sie sich auch in den nächsten Jahren mit ganzer Kraft widmen.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 Departments, Kliniken und Fachabteilungen mit ca. 2.000 Betten werden jährlich rund 550.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.600 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland.

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des Universitätsklinikums Heidelberg und der
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Julia Bird
Referentin Unternehmenskommunikation / Pressestelle
des Universitätsklinikums Heidelberg und der
Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
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117 / 2012

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