Ein Spurenelement für Haut und Haar

(djd). Zinkmangel kann man sehen: Liegt ein Defizit dieses wichtigen Spurenelements vor, dann zeigt sich das häufig an der äußeren Hülle des Menschen – an der Haut, an den Haaren und an den Nägeln. Dünnes, kraftloses Haar, Haarausfall, langsam wachsende, brüchige Fingernägel und Hautprobleme können mit einem Zinkmangel zusammenhängen. Die Ursache dafür hat mit den besonderen Eigenschaften des Spurenelements, das sich in allen Geweben des Körpers befindet, zu tun. Es ist ein zentraler Bestandteil vieler Enzyme, die Stoffwechselvorgänge steuern. Besonders wichtig ist es in jenen Körperbereichen, in denen sich die Zellen sehr rasch teilen und hier vor allem in der Haut und ihren Anhangsgebilden – also dem Haar und den Nägeln. Vor allem für die Neubildung von Haar-, Haut- und Hornzellen braucht der Körper eine Vielzahl von zinkhaltigen Enzymen.

Wenn es der Haut nicht gut geht

Der Zustand der Haut kann ein Gradmesser dafür sein, wie gut es um die Zinkversorgung des Organismus bestellt ist. „Man geht heute davon aus, dass an vielen Hauterkrankungen ein Zinkmangel beteiligt ist“, bestätigt Dr. Christine Reinecke, Expertin für Ernährungsmedizin und Gesundheitsvorsorge in Stuttgart. So besteht etwa bei Akne oft ein Zinkdefizit. Wenn dieses behoben wird, kann sich der Vitamin-A-Gehalt der Haut erhöhen, die Talgproduktion normalisiert sich und Entzündungen flauen ab. Vor allem bei entzündlichen Akneformen hatte sich daher der Einsatz von Zink als ähnlich erfolgreich erwiesen wie die Gabe von Antibiotika.

Vielfältiger Nutzen

Zink kann noch mehr, wenn es um die Haut geht. Es ist etwa für eine gute Wundheilung wichtig. Befinden sich viele Zinkionen im Bereich einer Wunde, so vermindert sich das Wachstum von Bakterien und damit die Gefahr von Infektionen. Auch bei Neurodermitis gibt es positive Effekte. Hier kann die Einnahme von Zink als zusätzliche Maßnahme bei der Behandlung sinnvoll sein.
Bei allen Störungen, die mit einem Zinkmangel zusammenhängen, sind organische Zinksalze wie Zinkorot besonders empfehlenswert, da sie gut vom Körper aufgenommen werden. Entsprechende Präparate sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich (z. B. Zinkorot 25).

Zink wirkt zudem vorbeugend, und zwar dann, wenn es um den Schutz der Hautzellen vor den UV-A- und UV-B-Strahlen der Sonne geht. Auch an der Hautalterung dürfte ein Zinkmangel beteiligt sein. So fand man in gealterter Haut deutlich niedrigere Zinkwerte als in jugendlich wirkender Haut.

Wenn die Haare nach Zink hungern

Ein Zinkmangel zeigt sich am ehesten an Geweben mit hoher Zellteilungsrate und intensivem Stoffwechsel. Neben der Haut trifft das auch für die Haarwurzeln zu. Damit diese gut arbeiten und neue Haare hervorbringen können, benötigen sie unter anderem Zink. Es ist auch für die Bildung von Keratin, dem wichtigsten Bestandteil von Haaren, Haut und Nägeln wichtig. Ein durch einen Zinkmangel verstärkter Haarausfall ist durch die Gabe des Spurenelements voll reversibel – bildet sich also vollständig zurück. Bis die Behandlung anschlägt, kann es allerdings je nach Ausmaß des Defizits bis zu sechs Monate dauern.

Wenn die Nägel brüchig werden

Ebenso wie Haut und Haare erleben auch die Nägel eine stete Erneuerung und sind daher auf eine permanente, gute Zinkversorgung angewiesen. Ist diese unzureichend, kann sich das durch weiche, brüchige Fingernägeln äußern. Ein häufiges und leicht erkennbares Zeichen eines Mangels ist die sogenannte Leukonychie. Dabei kommt es zu Flecken oder weißen Querstreifen auf den Nägeln. Kleinere Veränderungen verschwinden nach der Gabe von Zink meist rasch. Bei größeren kann es mehrere Monate dauern, bis diese aus dem Nagel herausgewachsen sind. Ist der Körper gut mit Zink versorgt, treten aber meist keine neuen Flecken mehr auf.

Scroll to Top