Ein „grünes Netz“ spinnt sich rings um die Stadt

(djd). Aus dem quirligen Leben der Großstadt mit ihren Museen und Geschäftsstraßen geht es mit Muskelkraft hinaus ins Grüne – entlang an Bauernhöfen, Wiesen und Feldern, kleinen Bächen und Teichen. Reizvolle Kontraste können Radwanderer entlang des „grünen Netzes“ erleben, einer 25 Kilometer langen Route, die aus der Bielefelder Innenstadt hinaus ins Grüne führt – typisch für diese Region, die wie geschaffen ist für ausgedehnte Radwanderungen. Unterwegs laden viele Sehenswürdigkeiten zum Verweilen ein, von der Bielefelder Altstadt bis zu zahlreichen Kultureinrichtungen. Historisches Museum, Museum Huelsmann, die Kunsthalle Bielefeld oder der Bielefelder Kunstverein im Waldhof sind nur einige Adressen, die entlang des „grünen Netzes“ für eine kulturelle Verschnaufpause gut sind.

Kultur und Natur entdecken

An Alternativen herrscht für Radwanderer in der Ostwestfalen-Metropole ohnehin kein Mangel: Rund um Bielefeld bieten der Teutoburger Wald, idyllische Landschaften und jede Menge Grün viele Möglichkeiten für individuelle Erkundungen. Die lebendige Innenstadt ist nie weit entfernt, so dass sich Entspannung in der Natur mit Zwischenstopps in Cafés, in einem der vielen Museen oder auch mit einem Shopping-Abstecher verbinden lässt.

Wer möchte, kann zum Beispiel auf himmlischen Spuren radeln: Die „Engelroute“, die in Bielefeld ihren Anfang nimmt, macht es möglich. Ihren Namen verdankt die Tour den geschnitzten Himmelsboten, die sich an den Torbögen vieler Bauernhöfe der Region befinden. Die mittelschwere Strecke mit leichten Steigungen passiert gleich 23 dieser Höfe und eröffnet einen Einblick in die Handwerkskunst des 18. und 19. Jahrhunderts. Gerade Naturliebhaber kommen auf ihre Kosten, denn die Tour führt durch Naturschutzgebiete und ausgedehnte Parkanlagen.

Radtouren mit Aha-Effekt

Auf ein ungewöhnliches Konzept setzt die „Klimaschutz-Route“ des Bielefelder Umweltamts. Die 22 Kilometer lange Strecke führt vorrangig durch den Bielefelder Osten und vermittelt an elf Exkursionspunkten Wissenswertes zu regenerativen Energien, ökologisch nachhaltigen Stadtquartieren, Klimageschichte und biologischer Landwirtschaft. Mit Hilfe der ausführlichen Broschüre können Radfahrer auf eigene Faust praktische, anschauliche Beispiele für aktiven Klimaschutz „erradeln“.

Nicht minder überraschend und lehrreich ist der 25 Kilometer lange „Millenniums-Radweg“: An sieben Stationen können sich die Radler während einer Rast über die Entwicklungsziele informieren, die die Vereinten Nationen im Jahr 2000 verabschiedet haben. Hörbeispiele und Infotafeln regen zum Nachdenken an. Die Stationen überraschen zudem mit ihrem außergewöhnlichen Design, das von den Architekten Sven Detering und Klaus Beck in Zusammenarbeit mit dem Welthaus Bielefeld und der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz entwickelt wurde. Unter http://www.bielefeld.de/radwandern gibt es mehr Informationen zu allen Touren.

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