Ein Getränk für den Sommer

(djd). In Norddeutschland heißt das erfrischende Getränk Alsterwasser oder kurz Alster – in den meisten anderen deutschen Regionen aber ist die Mischung aus Bier und Zitronenlimonade als Radler bekannt. Gefragt ist es vor allem im Sommer, wenn die Anzeige auf dem Thermometer stetig nach oben klettert. Es erfrischt nach der Arbeit im Garten, nach der Fahrradtour, im Schwimmbad oder auf der Grillparty mit Freunden.

Wer hat’s erfunden?

Eine weit verbreitete Legende besagt, dass das Radler 1922 von Franz Xaver Kugler in seiner Ausflugsgaststätte in der Nähe von München erfunden wurde. Kugler hatte angeblich viele Radfahrer zu Gast, als plötzlich Biernotstand eintrat. „Und dann hat er kurzerhand Limo beigemischt. Die Radlermaß war geboren“, sagt Dr. Volker Kuhl, Geschäftsführer der Brauerei C. & A. Veltins, ergänzt aber sogleich: „Hier liegen Dichtung und Wahrheit wohl sehr nah beieinander.“ Denn tatsächlich wird die Radlermaß in der Literatur bereits viel früher erwähnt. Momentan wird angenommen, dass das Mischgetränk Ende des 19. Jahrhunderts erstmals kreiert wurde. Es gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich, dass man den wirklichen Erfinder je herausfinden wird.

Erfolgsgeschichte begann erst 1993

Mit der Änderung des Biersteuergesetzes im Jahr 1993 durften Brauereien in Deutschland Radler überhaupt erst abfüllen, vor knapp 20 Jahren begann also die eigentliche Erfolgsgeschichte des Getränks im Handel. Bis dahin war gesetzlich vorgeschrieben, dass der Biermix vor den Augen des Gastes gemischt werden sollte. Die Regelung war ein Schutz aus Zeiten, als die Reinheit der Lebensmittel noch nicht so garantiert war wie heute. Dr. Volker Kuhl: „Jetzt geht es um mehr Geschmack und um ansprechende Geschmackskompositionen.“ Ein gutes Beispiel ist der 50/50-Biermix „Veltins Radler“. Das entsprechende Pilsener wird ganz normal eingebraut, bevor es mit der Zitronenlimonade gemischt wird. „Das Mischungsverhältnis, die Qualität und nicht zuletzt die Alkoholreduzierung sind somit immer identisch“, betont Dr. Volker Kuhl den Unterschied zur Gastronomie.

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