Ein fürstliches Wochenende auf Münchhausens Spuren

(djd). Mit Immobilien und dem Geldverleih verdiente Statius von Münchhausen im 16. Jahrhundert so manchen Taler – genug, um sehenswerte Anlagen wie Schloss Bevern errichten zu lassen. Das Prahlen überließ Statius jedoch lieber seinem Urenkel, der als „Lügenbaron“ in die Geschichte einging. Echte Bauwerke statt vermeintlicher Luftschlösser lassen sich bis heute in der Solling-Vogler-Region auf den Spuren der Weserrenaissance entdecken, allen voran das 400 Jahre alte Schloss Bevern, das sogar zu nächtlichen Streifzügen einlädt.

Zeitreise mit Musik und Licht

Sobald die Dunkelheit im Innenhof des Schlosses Einzug hält, verwandeln sich die Fassaden in Projektionsflächen für ein besonderes Lichterspektakel. Begleitet von musikalischen Klängen beginnt eine spannende Zeitreise in die Vergangenheit: Neben dem Bauherren kommen im Laufe des Abends auch sein Nachfolger Herzog Ferdinand Albrecht I. sowie der Lügenbaron Münchhausen zu Wort. Die Geschichte des Weserrenaissance-Schlosses Bevern wird auf diesem Wege mit allen Höhen und Tiefen erzählt. Die Licht- und Klanginszenierung findet von Juni bis August 2012 regelmäßig statt.

Doch die Weserrenaissance, die durch ihre unverwechselbare Architektur Geschichte schrieb, hat noch viele weitere Schlösser und Burgen hervorgebracht. Wer möchte, kann in der Solling-Vogler-Region ein buchstäblich fürstliches Wochenende verbringen und dabei vier der bekanntesten Renaissancebauten kennenlernen. Neben Bevern stehen die Burg Polle, Schloss Corvey und Schloss Fürstenberg auf dem Reiseprogramm. Die bereits im 13. Jahrhundert errichtete Poller Burg stellt heute vor allem aufgrund ihrer turbulenten Historie eine besondere Sehenswürdigkeit dar.

Höhepunkt der Weserrenaissance

Auch die Gesamtanlage Schloss Corvey mit dem fast 1.200-jährigen Westwerk, der Schlossanlage inklusive der bedeutenden fürstlichen Bibliothek verspricht den Gästen einen unvergesslichen Besuch. Als eines der bedeutendsten Bauwerke entlang der Weser ist es zur Registrierung als Unesco-Weltkulturerbe vorgeschlagen. Abschließend erwartet die Gäste im Schloss Fürstenberg die traditionsreiche Porzellanmanufaktur, die 1747 von Welfenherzog Carl von Braunschweig gegründet wurde.

Alle Kulturinteressierten können ihr persönliches „Fürstliches Wochenende“ bis Oktober 2012 in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland verbringen. Das Angebot enthält neben zwei Übernachtungen im Hotel auch eine Schifffahrt auf der Weser in Bodenwerder. Unter Telefon 05536-960970 oder auf der Homepage http://www.solling-vogler-region.de gibt es viele weitere Informationen.

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