Ein Forscherleben für besseres Schulessen

Sein Thema, mit dem er sich schon nach seiner Promotion an der Universität Gießen während seiner Zeit bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung beschäftigte, war die Gemeinschaftsverpflegung. Ganz im Sinne einer anwendungsorientierten und praxisnahen Fachhochschulforschung stellte er sich nach seiner Berufung 1995 an die Hochschule Niederrhein die Frage: Wie lässt sich die Qualität des Schulessens in Deutschland verbessern?

Am Mönchengladbacher Fachbereich Oecotrophologie der Hochschule Niederrhein forschte er zum Cook-and-Chill-Verfahren, das für ihn eines der besten Verfahren in der Gemeinschaftsverpflegung darstellt. Er entwickelte Konzepte, um das Essen in Schulessen zu zertifizieren und stellte einen Masterplan für eine rationelle Schulverpflegung in Deutschland auf. Er entwickelte ein Bewertungssystem für die Speisenoptimierung und -auswahl („Gastronomisches Ampelsystem“) und lernte bei Forschungsaufenthalten in Japan, wie man Schulverpflegung anders und besser organisieren kann.

Seine Erkenntnisse flossen in zahlreiche Publikationen ein, zuletzt erschien das zweibändige Handbuch der Gemeinschaftsgastronomie, so etwas wie das Vermächtnis des Hochschullehrers Peinelt. Er war aber kein Mann der bloßen Theorie, sondern ging auch in die großen Küchen von Mensen, Schulen und Unternehmen, um vor Ort Audits durchzuführen. Wenn ihn eins dabei immer geärgert hat, dann die Tatsache, dass Schulessen in Deutschland immer billig sein muss und Qualität kaum eine Rolle spielt. „Für drei Euro bekommen Sie keine gute Qualität“, war eines seiner Credos.

Am 1. September startet Prof. Dr. Volker Peinelt einen neuen Lebensabschnitt. Im Ruhestand will er das intensivieren, was im aktiven Berufsleben häufig zu kurz gekommen ist – und wer ihn kennt, ahnt, dass ihn das Thema Gemeinschaftsverpflegung nicht loslassen wird.

Pressekontakt: Dr. Christian Sonntag, Referat Hochschulkommunikation, Tel.: 02151 822-3610, E-Mail: christian.sonntag@hs-niederrhein.de

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