Ehrung: Prof. Weyma Lübbe wird Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

Lübbe ist eine der renommiertesten deutschsprachigen Vertreterinnen der angewandten und systematisch ausgerichteten Praktischen Philosophie. Ihre Themen haben stets einen aktuellen Bezug. So hat sie mehrfach als Gutachterin oder Wissenschaftlerin zu medizinethischen Fragen Stellung bezogen – etwa zur Organspende, zur Präimplantationsdiagnostik, zur Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln oder zur Katastrophenmedizin. Im deutschen Sprachraum gilt sie als Mitbegründerin der Allokationsethik, die sich im Schnittbereich von philosophischer Ethik und medizinischen, ökonomischen und juristischen Fragestellungen bewegt. Ihr aktuelles Projekt untersucht die ethischen Grenzen effizienzorientierten Entscheidens bei der Verteilung von knappen gesundheitsrelevanten Gütern.

Geboren 1961, studierte Weyma Lübbe Philosophie, Literaturwissenschaft, Soziologie und Volkswirtschaftslehre in Zürich, Konstanz und München. Sie promovierte (1989) und habilitierte (1997) im Fach Philosophie an der Universität Konstanz. 1999 folgte sie einem Ruf an die Universität Leipzig; seit 2009 ist sie Professorin für Praktische Philosophie an der Universität Regensburg. Von 2008 bis 2012 gehörte sie dem Deutschen Ethikrat an. Im Jahr 2009 wurde Lübbe mit dem Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, gestiftet von der Commerzbank-Stiftung, ausgezeichnet.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften:
Derzeit gehören der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften 168 Ordentliche und 89 entpflichtete Ordentliche Mitglieder sowie 68 Außerordentliche Mitglieder an. Die Akademie wählt ihre Mitglieder aus allen Wissenschaftsgebieten und aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem Ausland.

Weiterführende Informationen unter:
http://www.bbaw.de/

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