Ehrung für herausragenden Einsatz als Mentor

Im Rahmen der Eröffnungsfeier des Deutschen Anästhesie-Kongresses, der vom 14. bis 16. April 2016 in Leipzig stattgefunden hat, überreichten Professor Dr. Thea Koch, Präsidentin der DGAI, und Professor Dr. Frank Wappler, Kongresspräsident 2016, Professor Graf die Manfred-Specker-Medaille. Mit der Ehrung wurden besonders sein Engagement bei der Wiedereingliederung von jungen Wissenschaftlern nach einem Forschungsaufenthalt im Ausland sowie seine langjährigen Bemühungen um die Anästhesie, vor allem um die akademische Anästhesie in Entwicklungsländern, hervorgehoben.

Die Auszeichnung trägt den Namen Manfred Speckers als Dank und Anerkennung für dessen langjährige Begleitung und Unterstützung der 1987 inaugurierten Würzburger Wissenschaftlichen Arbeitstage der DGAI. Junge Anästhesisten stellen sich dort jährlich mit ihren Forschungsprojekten einem hochkarätigen Forschungspublikum vor.

Der diesjährige Preisträger der Manfred-Specker-Medaille studierte an der Universität Regensburg, Würzburg und Norwich Humanmedizin. Nach seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Assistent in der Klinik für Anästhesiologie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg, war Professor Graf von 1992 bis 1996 als Visiting Assistent Professor am Medical College of Wisconsin in Milwaukee, Wisconsin tätig. Von 1996 bis 2005 war er als Oberarzt, später als Stellvertretender Direktor wieder an der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Heidelberg. 2005 wurde er zum Direktor des Zentrums für Anästhesie, Rettungs- und Intensivmedizin (ZARI) an der Georg-August-Universität in Göttingen berufen. 2008 folgte Professor Bernhard Graf dem Ruf auf den Lehrstuhl für Anästhesiologie der Universität Regensburg und wurde damit gleichzeitig Direktor der gleichnamigen Klinik des Universitätsklinikums Regensburg (UKR). Seit 2012 ist er stellvertretender Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Regensburg.

Seinen Spitzenplatz in der anästhesiologischen Forschung untermauern Auszeichnungen wie der Karl-Thomas-Preis der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin und der Lehrpreis der Universität Heidelberg. Die Forschungsschwerpunkte Professor Grafs sind die Wirkung von Narkosemitteln, Anästhesie beim geriatrischen Patienten und Anästhesie bei Tumorerkrankungen.

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