Ehrung für Freiburger Präventivmediziner

Besonderes Augenmerk galt dabei den Tumoren des vegetativen Nervensystems, den sogenannten Phäochromozytomen in Nebenniere und Bauchraum und den Paragangliomen im Halsbereich. Die Arbeitsgruppe um Prof. Neumann klassifiziert und erfasst diese Tumoren seit mehr als 20 Jahren in einem internationalen Register, das die Einschätzung der erblichen Risiken individueller Patienten erleichtert und dadurch eine effiziente Langzeitversorgung gewährleistet.

Phäochromozytome und Paragangliome treten häufig in Zusammenhang mit dem seltenen erblichen Tumorsyndrom „Von Hippel-Lindau“ (VHL) auf, bei dem zahlreiche Organe immer wieder von Tumoren betroffen sein können. Für an VHL erkrankte Patienten etablierte Prof. Neumann am Universitätsklinikum Freiburg ein Präventiv-Projekt: Die sorgfältige Untersuchung mithilfe moderner molekulargenetischer Methoden wird bei Bedarf durch eine langfristige multidisziplinäre Betreuung ergänzt. Für sein Engagement bei der Erforschung und Behandlung der Von Hippel-Lindau-Erkrankung erhielt Prof. Neumann 2009 das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2010 folgte die Ehrendoktorwürde der Semmelweis-Universität in Budapest.

Kontakt:
Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartmut Neumann
Leiter der Sektion für präventive Medizin
Klinik für Innere Medizin IV – Nephrologie und Allgemeinmedizin
Telefon: 0761 270-33630
hartmut.neumann@uniklinik-freiburg.de

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