Ehrendoktorwürde für Martin Hrabě de Angelis

Die Medizinische Fakultät der Universität Tübingen hat am Dienstag die Ehrendoktorwürde an Professor Martin Hrabě de Angelis verliehen, Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik am Helmholtz Zentrum München. Sie würdigt damit seine Verdienste im Bereich der funktionellen Genomik, die zur Aufklärung molekularer Faktoren von Erkrankungen wie Diabetes beigetragen haben. Zudem habe sich Hrabě de Angelis außerordentlich für die Weiterentwicklung der Diabetesforschung in Tübingen engagiert, sagte Professor Ingo Autenrieth, Dekan der Medizinischen Fakultät, bei der Verleihung.

So hatte der Wissenschaftler sich unter anderem dafür eingesetzt, dass Tübingen dauerhaft als einer von fünf Standorten des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) ausgewählt wurde. Als Vorstandsprecher des DZD habe er wesentlich zum Erfolg des Zentrums beigetragen, sagte Autenrieth. Hrabě de Angelis sei zudem Initiator der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Translationale Diabetologie“, in der Wissenschaftler aus Tübingen und München seit vier Jahren gemeinsam forschen. Dies sei die Keimzelle für eine auf vielen Ebenen erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Tübinger Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen und dem Münchner Helmholtz Zentrum. „Dieses außergewöhnliche Konstrukt hat auch innerhalb des DZD Modellcharakter.“

Prof. Dr. Martin Hrabě de Angelis studierte zunächst Biologie und Sportwissenschaft für das Lehramt an der Universität Marburg, bevor er sich für eine wissenschaftliche Karriere entschied. Nach seiner Promotion arbeitet er am Jackson Laboratory in Bar Harbor, USA. Heute leitet er den Lehrstuhl für Experimentelle Genetik an der Technischen Universität München und ist Direktor des Instituts für Experimentelle Genetik am Helmholtz Zentrum München.

Kontakt:
Prof. Dr. Hans-Ulrich Häring
Universität Tübingen
Medizinische Fakultät
Telefon: +49 7071 29-83670
dzd@med.uni-tuebingen.de

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