EHFG 2019 wird aufzeigen, welche Art von Disruption nötig ist

•„Eine gesunde Dosis Disruption? Transformativer Wandel für Gesundheit und gesellschaftliches Wohlergehen“ ist das Hauptthema des diesjährigen European Health Forum Gastein (2.-4. Oktober 2019).

• Von Klimaaktivistinnen und Klimaaktivsten bis zu europäischen Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsministern: Das EHFG 2019 bringt über 500 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Industrie und Regierung zusammen, um herauszufinden, welche Transformationen für die nachhaltige Veränderung der europäischen Gesundheitssysteme erforderlich sind. Zu den zahlreichen hochkarätigen Rednerinnen und Rednern zählen Stephen Klasko, Präsident der Thomas Jefferson Universität in Philadelphia, Indra Joshi von NHSX England und Ran Balicer, Direktor des Clalit Research Institute in Israel.

• Sowohl die Gewinner des ersten European Health Leadership Awards (EHLA) als auch des Hackathons zum Thema Impfmisstrauen werden auf der Konferenz bekannt gegeben.

Bad Hofgastein, Österreich, 1. Oktober 2019 – Die 22. Ausgabe des European Health Forum Gastein (EHFG) beginnt morgen in Bad Hofgastein, Österreich. Mehr als 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft werden zusammenkommen und darüber diskutieren, welche disruptiven Praktiken, Strategien und konkrete Maßnahmen erforderlich sind, um die dringend notwendige Transformation des Gesundheitswesens in Europa voranzutreiben. Die Diskussionen werden unter dem übergeordneten Thema „Eine gesunde Dosis Disruption? Transformativer Wandel für Gesundheit und gesellschaftliches Wohlergehen“ stattfinden

Das Thema Disruption unterstreicht die Notwendigkeit, den Status Quo von Gesundheit und Wohlbefinden in Europa zu hinterfragen und die größten Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit zu überwinden. Diese reichen von wachsenden gesundheitlichen Ungleichheiten innerhalb und zwischen Bevölkerungsgruppen, und der zunehmenden Häufigkeit nicht übertragbarer Krankheiten, über den ansteigenden Arbeitskräftemangel im Gesundheitswesen bis zu der Herausforderung, das Konzept des Wirtschaftswachstums unwiderruflich mit dem Thema Gesundheit zu verknüpfen. Das EHFG 2019 wird sich eingehend mit dem umstrittenen Konzept von Disruption befassen und untersuchen, welche „gesunde Dosis“ erforderlich ist, um das Gesundheitswesen in Europa nachhaltig zu transformieren. Das EHFG wird außerdem in diesem Jahr zum ersten Mal den European Health Leadership Award an eine innovative Führungspersönlichkeit aus dem Gesundheitssektor vergeben.

Im Fokus des diesjährigen EHFG steht auch die digitale Transformation des Gesundheitswesens und die Frage, wie Gesundheitssysteme trotz alledem die menschliche Seite in einer zunehmend digitalen Welt nicht verlieren. Ein weiteres Kernelement der Diskussionen in Gastein stellt die Klimakrise und deren gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit dar. Die globale Erwärmung ist die größte Gesundheitsbedrohung, mit der die Menschheit je konfrontiert war, wobei eine Temperaturerhöhung von über 1,5 °C unweigerlich zu Dürreperioden, Ernteausfällen, Massenhunger und dem Zusammenbruch vieler städtischer Zivilisationen führen wird. Das Thema Impfmisstrauen, das sich in diesem Jahr zu einem der schwerwiegendsten Probleme des Gesundheitswesens in ganz Europa entwickelt hat, wird im Rahmen eines 48-Stunden-Hackathons lösungsorientiert bearbeitet. Die Gewinner werden im Abschlussplenum des EHFG am Freitag, den 4. Oktober, bekannt gegeben.

Das EHFG-Programm 2019, das auf den vier thematischen Schwerpunkten „Disruptive Innovation“, „Ein System für Veränderung“, „Transformative Gesellschaften“ und „Zukünftige Erfolgsrezepte“ aufbaut, vereint eine Vielzahl von Rednerinnen und Rednern. Der diesjährige Hauptredner ist Stephen Klasko, Präsident der Thomas Jefferson Universität in Philadelphia. Weitere hochkarätige Redner sind der für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zuständige EU-Kommissar Vytenis Andriukaitis, der neu gewählte Regionaldirektor der WHO/ Europa Hans Kluge, sowie Ministerinnen und Minister aus Österreich, Belgien, Malta, Estland und Slowenien, Darüber hinaus zählen Indra Joshi von NHSX England und Ran Balicer, Direktor des Clalit Research Institute in Israel, zu den diesjährigen Referentinnen und Referenten. Die Diskussionen werden außerdem durch Klimaaktivisten wie Extinction Rebellion bereichert.

Clemens Martin Auer, Präsident des EHFG, sagte: „Das EHFG im Jahr 2019 findet zu einer Zeit in Europa statt, die von vielen Neuanfängen geprägt ist. Das nächste Mandat der neuen Europäischen Kommission wird bald beginnen, und das europäische Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation hat gerade einen neuen Direktor ernannt. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass politische Entscheidungsträger und Interessengruppen bereit sind, disruptive Maßnahmen zum Wohle von Patientinnen und Patienten sowie Gesundheitssystemen zu ergreifen. Deshalb wird das EHFG dieses Jahr versuchen, den Pioniergeist der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu wecken und sie zu ermutigen, neue, kreative und disruptive Ideen auszutauschen.“

Dorli Kahr-Gottlieb, Generalsekretärin des EHFG, fügte hinzu, dass in der 22. Ausgabe des Forums nicht nur Disruption als Diskussionsthema im Mittelpunkt stehe, sondern auch bewusst mit disruptiven Konferenzkonzepten und verschiedenen Sitzungsformaten gearbeitet wurde. Die neue EHFG ‚Disruption Lounge‘, ‚fireside chats‘ und ‚lightning talks‘ und andere innovative Ansätze sollen die Denk- und Herangehensweise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer „stören“ und so zu neuen Ideen für die Umgestaltung des Gesundheitswesens inspirieren.

Das EHFG findet vom 2. bis 4. Oktober 2019 in Bad Hofgastein, Österreich, statt. Das vollständige Programm mit den verschiedenen Workshops, Referentinnen und Referenten sowie Konferenzdetails ist online verfügbar.

Über das European Health Forum Gastein
Das European Health Forum Gastein (EHFG) wurde 1998 als europäische Gesundheitspolitikkonferenz gegründet. Ziel ist es, eine Plattform für alle Interessengruppen im Bereich des Gesundheitswesens und darüber hinaus zu bieten. Im letzten Jahrzehnt hat sich das EHFG als unverzichtbare Institution für die europäische Gesundheitspolitik etabliert. Es hat entscheidend zur Entwicklung von Richtlinien und besonders zum grenzüberschreitenden Austausch von Erfahrung, Information und Kooperation beigetragen. Führende Expertinnen und Experten nehmen an der Konferenz teil, die jährlich an drei Tagen im Oktober im Gasteiner Tal in den österreichischen Alpen stattfindet.

Für weitere Information bezüglich des diesjährigen Programmes:
European Health Forum Gastein
alexei.croitoru@ehfg.org

Kontakt für Medienanfragen:
Press Office
European Health Forum Gastein
press@ehfg.org | +32 2 321 90 16

 

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