Ehe mit Einbruch, Hochzeit ohne Geschenke

(djd). „Während des Jaworts von Dieben heimgesucht“, „Böse Überraschung für ein frisch vermähltes Paar“, „Während der Hochzeitsfeier Wagen leer geräumt“ – so oder ähnlich lauten immer wieder die Schlagzeilen in der Lokalpresse. Einbrecher haben ein neues Ziel für sich entdeckt: Autos und Wohnungen bei Familienfeiern. Nicht nur in der dunklen Jahreszeit haben die Langfinger demnach Hochkonjunktur: Gerade auch der Wonnemonat Mai mit seinen vielen Hochzeiten beispielsweise bietet ihnen ausreichend Beschäftigung.

Einbruch in Haus oder Wohnung

Während der Feierlichkeiten nutzen Diebe die Gelegenheit, in das Haus oder die Wohnung der Brautleute einzubrechen. Frank Manekeller, Schadenleiter bei der HDI Versicherung, rät deshalb eindringlich: „Brautpaare sollten keine Anschrift oder Tagesadresse in Hochzeitsanzeigen nennen. Trotz aller Vorfreude sollte das Paar auch auf die Ankündigung der bevorstehenden Hochzeitsreise in Online-Netzwerken verzichten.“ Wenn es dennoch eine böse Überraschung gibt, kommt eine Hausratversicherung für Schäden auf, die bei einem Einbruch entstehen. Darunter fallen auch solche Schäden, die Folge eines versicherten Einbruchdiebstahls sind – beispielsweise Vandalismus, wenn der Einbrecher also vorsätzlich Sachen zerstört oder beschädigt. Zum Hausrat zählen grundsätzlich alle Sachen, die sich im versicherten Haushalt zur privaten Nutzung befinden, wie Bekleidung, Unterhaltungselektronik, Möbel, Spielzeug oder Elektrogeräte. Für Wertsachen wie Bargeld, Schmuck, Pelze oder Kunstgegenstände gelten üblicherweise bestimmte Voraussetzungen und Entschädigungsgrenzen. Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, vor Abschluss des Vertrags Kontakt zum Hausratversicherer aufzunehmen.

Achtung, Autoknacker!

Auf dem Parkplatz vor der Kirche, vor dem Standesamt oder auch vor dem Festsaal haben es Autoknacker auf die Geschenke abgesehen. Denn in Umschlägen oder Blumengebinden liegen Geldscheine quasi griffbereit. Der Diebstahl von persönlichen Gegenständen oder Wertsachen aus verschlossenen Kraftfahrzeugen ist jedoch in der Regel weder über die Hausrat- noch über die Teilkaskoversicherung des Fahrzeugs versichert. Frank Manekeller erläutert: „Wertsachen, Handtaschen, Mobiltelefone oder Notebooks und Tablets sollten nie im Wagen zurückgelassen werden. Selbst Kleidung ist im Auto nicht sicher. Auch der Kofferraum eignet sich hierfür nicht als Versteck.“ Schäden am Fahrzeug, die durch einen Einbruchdiebstahl entstehen, sind über eine Teilkaskoversicherung gedeckt. Hierunter fällt auch der Diebstahl von werksseitig in oder an dem Fahrzeug eingebauten Teilen. Wer allerdings nur eine Kfz-Haftpflichtversicherung hat, bleibt auf den entstandenen Kosten für den Einbruch sitzen.

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