EbM & Individualisierte Medizin – Einladung zur Pressekonferenz 12. Jahrestagung des DNEbM e.V.

Die „individualisierte Medizin“ ist bisher vor allem eine Vision: Sie verspricht präzisere diagnostische Methoden, auf den einzelnen Patienten zugeschnittene Behandlungen und verlässlichere persönliche Prognosen der gesundheitlichen Zukunft. Aber nicht jede vielversprechende Idee schafft den Weg zur erfolgreichen Umsetzung.
Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin will auf seinem Jahreskongress diskutieren, welche Möglichkeiten es gibt, den Nutzen und Schaden der hinter dem Schlagwort „individualisierte Medizin“ stehenden Tests und Therapien konkret zu prüfen. In Vortragssitzungen und Workshops werden Wissenschaftler, Angehörige verschiedener Gesundheitsberufe und Methodiker unter anderem den Fragen nachgehen, in wieweit das Schlagwort „individualisierte Medizin“ heute schon Realität ist, wie auf den Einzelnen zielende medizinische Maßnahmen wissenschaftlich erprobt werden können und welche Informationen Patienten bereitgestellt werden sollten.
Weitere Themen des Kongresses sind die Methoden der evidenzbasierten Medizin, der Umgang mit Interessenkonflikten und der Ausbau einer evidenzbasierten Physiotherapie.

Zudem bietet das Netzwerk in Kooperation mit Partnern im Vorprogramm des Kongresses verschiedene Trainingskurse an. Speziell an Journalisten richtet sich ein Kurs unter Leitung von Frau Prof. Dr. Ingrid Mühlhauser (Universität Hamburg) und Dr. Klaus Koch (Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, IQWiG), am Donnerstag, 24. März 2011, 10:00 – 12:45 Uhr. Der Kurs will vermitteln, welche Fragen Journalisten dabei helfen können, Methoden der individualisierten Medizin zu bewerten.

In Verbindung mit dem Jahreskongress veranstaltet das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) das Symposium „15 Jahre Leitlinien in Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit“. Auch hier geht es darum, wie sich wissenschaftliche Anforderungen und Ergebnisse und individuelle Patientenbedürfnisse miteinander verbinden lassen.

Als Experten während der Pressekonferenz stehen zur Verfügung:
• Prof. Dr. med. David Klemperer, Kongresspräsident und Vorsitzender des DNEbM e.V.: Einführung
• Dr. Bärbel Hüsing, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI: Individualisierte Medizin / Das allgemeine Verständnis
• Prof. Dr. med. Jürgen Windeler, Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG): Individualisierte Medizin/ Unser (Un-)Verständnis
• Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft: Individualisierte Medizin in der Onkologie
• Prof. Dr. med. Norbert Donner-Banzhoff MHSc, Philipps-Universität Marburg » Medizin» Abteilung für Allgemeinmedizin, Präventive und Rehabilitative Medizin: Sollen wir wirklich individualisieren? Es kommt darauf an!
• Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Günter Ollenschläger, Leiter des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin: Leitlinien – ein Mischung aus EbM und individualisierte Medizin?

Das Deutsche Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V. verleiht anlässlich seiner Jahrestagungen den David-Sackett-Preis für wissenschaftliche Arbeiten und einen Journalistenpreis. Auch hierüber werden wir berichten. Im Anschluss an die Pressekonferenz stehen Ihnen die Experten für persönliche Interviews zur Verfügung.

Wir würden uns freuen, Sie zur Pressekonferenz begrüßen zu können. Ihre Anmeldung wollen Sie bitte bis spätestens 21. März 2011 senden.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Sylvia Sänger
Organisation und Moderation der Pressekonferenz
Leiterin der GesundheitsUni Jena am Universitätsklinikum
Stabsstelle Gesundheitsmarketing
Bachstraße 18, 07751 Jena
Telefon: 03641 9 33336, Mobile: 0151 25255280, Fax: 03641 9 33322
E-Mail: sylvia.saenger@med.uni-jena.de, Internet:

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