E-Mobilität: Auf in die kabellose Zukunft

(dmd). Sie fahren immer schneller, immer weiter, immer sicherer. Die Versuchung, auf einen elektrischen oder hybriden Antrieb umzusteigen, steigt. Und was sich derzeit in den Entwicklungslaboren von BMW und Daimler tut, könnte ein Meilenstein sein: Die erste kabellose Ladestation ist unterwegs.

Tatsächlich ist genau dieser Aspekt für viele Alternativ-Antriebsfans eines der größten Hindernisse: Wer sein Auto elektrisch „tanken“ will, muss es bisher mit einem dicken Kabel an die Ladestation anschließen. Kein wahnsinnig großer Aufwand, aber doch für viele zu umständlich und nervig.

Setzt sich das derzeit für den elektrischen BMW i3 und den Plug-in-Hybrid-Sportwagen BMW i8 entwickelte Konzept durch, gehören die lästigen Kabel bald der Vergangenheit an. Dann wird induktiv aufgeladen. Sprich: mit einer kabellosen Verbindung zwischen dem Einspeisepunkt und der Hochvoltbatterie des Autos. Die Energieübertragung übernimmt ein Magnetfeld. Die Ladestation selbst wird in einer Bodenplatte integriert. Alles, was der Fahrer zum „Tanken“ tun muss, ist, in der korrekten Position zu parken.

Für die Entwicklung des induktiven Ladesystems arbeiten die Münchner Experten Hand in Hand mit Kollegen aus dem Hause Daimler. Für noch mehr Komfort kann der Ladevorgang mit einem Smartphone aktiviert und kontrolliert werden. Auch beim Einparken selbst sorgt eine WLAN-Datenübertragung für den Aufbau der Verbindung und die korrekte Parkposition.

Die Ladestation ist witterungsunabhängig, um sie auch für garagenlose E-Mobil-Fans möglich zu machen. Das Magnetfeld ist räumlich begrenzt. Der Zwischenraum zwischen Fahrzeug und Ladestation wird permanent überwacht. Huscht ein Tierchen oder ein anderer Fremdkörper durch, stoppt der Vorgang. Zu den Zielen der Pioniere in den Entwicklungslabors von BMW und Daimler gehört zudem, die Ladezeit in dem kabellosen System deutlich zu verkürzen. Und auch dabei sind sie bereits auf dem besten Weg.

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