DZD-Forscher Norbert Stefan erhält Gastprofessur an der Harvard Medical School

In Harvard arbeitet Stefan mit Professor Morris White (Division of Endocrinology of the Department of Medicine, Boston Children’s Hospital) zusammen. Gemeinsam wollen sie die Hepatokinforschung* weiter ausbauen und vertiefen, um die Rolle der Fettleber bei der Entstehung des Typ-2-Diabetes und von kardiovaskulären Erkrankungen aufzuklären. Außerdem sind gemeinsame klinische Studien geplant, um zu untersuchen, welche Auswirkungen Fettverteilungsstörungen auf das Risiko für Typ-2-Diabetes und seine Folgeerkrankungen bei Jugendlichen und Erwachsenen haben. Ziel ist es, eine enge wissenschaftliche Kooperation der Diabetesforschung an der renommierten Harvard Medical School mit der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen, dem Helmholtz Zentrum München und dem DZD zu etablieren.

Stefan ist Inhaber der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Heisenberg-Professur für klinisch-experimentelle Diabetologie an der Medizinischen Klinik IV des Universitätsklinikums Tübingen. Außerdem leitet er die Abteilung Pathophysiologie des Prädiabetes im Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen (IDM) des Helmholtz Zentrums München an der Universität Tübingen. In enger Zusammenarbeit mit Professor Hans-Ulrich Häring, Leiter der Medizinischen Klinik IV und des IDM Tübingen, liegt der Schwerpunkt seiner Forschung in der genauen Charakterisierung des Risikos für Typ-2-Diabetes. Im Rahmen des klinisch-experimentellen Forschungsansatzes hat Stefan wegweisende Konzepte zur Stratifikation des Diabetesrisikos erarbeitet. Dazu gehören die Identifikation und Erforschung der stoffwechselgesunden Adipositas, des stoffwechselkranken Normalgewichts, der Hepatokine (Leberhormone) und der Determinanten des Erfolges einer Lebensstilintervention zur Prävention des Typ-2-Diabetes und seiner Folgeerkrankungen.

Schwerpunkt seiner Arbeit der vergangenen Jahre war die Erforschung der Ursachen und Folgen der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung. Stefan hat die erste Multicenterstudie des DZD zur Therapie der nichtalkoholischen Fettlebererkrankung geleitet und ist mit vielen nationalen und internationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet worden.

*Hepatokine sind Lebereiweiße

Ansprechpartnerin für die Presse:
Birgit Niesing
Deutsches Zentrum für Diabetesforschung e.V.
Ingolstädter Landstraße 1
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E-Mail: niesing@dzd-ev.de

Das Deutsche Zentrum für Diabetesforschung (DZD) e.V. ist eines der sechs Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Es bündelt Experten auf dem Gebiet der Diabetesforschung und verzahnt Grundlagenforschung, Epidemiologie und klinische Anwendung. Ziel des DZD ist es, über einen neuartigen, integrativen Forschungsansatz einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen, maßgeschneiderten Prävention, Diagnose und Therapie des Diabetes mellitus zu leisten. Mitglieder des Verbunds sind das Helmholtz Zentrum München – Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt, das Deutsche Diabetes-Zentrum DDZ in Düsseldorf, das Deutsche Institut für Ernährungsforschung DIfE in Potsdam-Rehbrücke, das Institut für Diabetesforschung und Metabolische Erkrankungen des Helmholtz Zentrum München an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und das Paul-Langerhans-Institut Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden, assoziierte Partner an den Universitäten in Heidelberg, Köln, Leipzig, Lübeck und München sowie weitere Projektpartner. Weitere Informationen:

Das Helmholtz Zentrum München verfolgt als Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt das Ziel, personalisierte Medizin für die Diagnose, Therapie und Prävention weit verbreiteter Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus und Lungenerkrankungen zu entwickeln. Dafür untersucht es das Zusammenwirken von Genetik, Umweltfaktoren und Lebensstil. Der Hauptsitz des Zentrums liegt in Neuherberg im Norden Münchens. Das Helmholtz Zentrum München beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter und ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft, der 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren mit rund 37.000 Beschäftigten angehören.

Das 1805 gegründete Universitätsklinikum Tübingen gehört zu den führenden Zentren der deutschen Hochschulmedizin. Als eines der 33 Universitätsklinika in Deutschland trägt es zum erfolgreichen Verbund von Hochleistungsmedizin, Forschung und Lehre bei. Weit über 400 000 stationäre und ambulante Patienten aus aller Welt profitieren jährlich von dieser Verbindung aus Wissenschaft und Praxis. Die Kliniken, Institute und Zentren vereinen alle Spezialisten unter einem Dach. Die Experten arbeiten fachübergreifend zusammen und bieten jedem Patienten die optimale Behandlung ausgerichtet an den neuesten Forschungsergebnissen. Das Universitätsklinikum Tübingen forscht für bessere Diagnosen, Therapien und Heilungschancen, viele neue Behandlungsmethoden werden hier klinisch erprobt und angewandt. Neurowissenschaften, Onkologie und Immunologie, Infektionsforschung und Vaskuläre Medizin mit Diabetes-Forschung sind Forschungsschwerpunkte in Tübingen. Das Universitätsklinikum ist in vier der sechs von der Bundesregierung initiierten Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung verlässlicher Partner.

wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. med. Norbert Stefan
Universitätsklinikum Tübingen
Medizinische Klinik, Abteilung IV
Otfried-Müller-Straße 10, 72076 Tübingen
Tel. 07071 29-80390
norbert.stefan@med.uni-tuebingen.de

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