Durchfall nach dem Essen?

(djd). Ein großer Eisbecher mit Sahne oder eine würzige Käsepizza – was für viele ein selbstverständlicher Genuss ist, bereitet manchen Menschen Verdauungsprobleme. Sie können den Milchzucker schlecht verarbeiten, haben eine sogenannte Laktose-Intoleranz. Sogar Obst schlägt so manchem auf den Magen, hier ist es der Fruchtzucker, der Probleme bereitet. Auch gegen ein bestimmtes Eiweiß in Getreidesorten können sich Unverträglichkeiten entwickeln, Mediziner sprechen hier von einer Gluten-Intoleranz. Nahrungsmittelallergien oder Lebensmittel-Intoleranzen treten oft urplötzlich auf, nachdem sie jahrelang unbemerkt blieben.

Den Darm unterstützen

Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Blähungen und häufige Durchfälle, sogenannte Diarrhöen, gehören bei diesen Unverträglichkeiten zum Beschwerdebild. Oft gerät das Gleichgewicht der Darmflora der Betroffenen aus den Fugen. Die im Darm befindlichen Lactobazillen, die diesen schützen und regenerieren, werden dezimiert. Keime können sich ansiedeln und Schaden anrichten. Der Berliner Gastroenterologe Privatdozent Dr. med. Harald Matthes, Ärztlicher Leiter am Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe rät: „Die Behandlung akuter Diarrhöen mit Laktobazillen wirkt sich hoch signifikant verkürzend und abmildernd auf den Krankheitsverlauf aus. Lacteol eignet sich für alle Typen der akuten infektiösen Diarrhö und kann auch bei immunreduzierten Patienten, Säuglingen und kleinen Kindern als First-Line-Therapie eingesetzt werden.“

Auslöser entlarven

Um Nahrungsmittelunverträglichkeiten festzustellen gibt es Atem- oder Belastungstests bis hin zur Dünndarm-Untersuchung. Auch das genaue Beobachten und zeitweilige Weglassen des verdächtigen Nahrungsmittels kann Hinweise auf den Auslöser geben. Ist die Ursache für die Beschwerden gefunden, müssen die entsprechenden Produkte oft komplett vom Ernährungsplan gestrichen werden: Bei Fertiggerichten auf die Zutatenliste achten oder je nach Unverträglichkeit zu als glutenfrei oder lactosefrei gekennzeichneter Ware greifen. Im Zweifelsfall selber kochen.

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